„Die Zwölfgötter zum Gruße, Brückenvogt“, ergriff Marudas das Wort. „Der Baron hat uns zu sich bestellt.“

„Sehr wohl, Euer Wohlgeboren. Ihr seid nicht die ersten die deswegen diesen Weg kamen. Tatsächlich ruhen sich die edle Dame von Rosenhagen und Ihre Dienerin gerade im Zollturm etwas aus.“

„Das ist schön. Vielleicht können wir den Rest der Strecke gemeinsam reiten. Fragt sie. Ob es den Damen recht ist.“

„Sehr wohl, Euer Wohlgeboren.“ Ugo Berringer nickte seiner Untergebenen Walderia zum Zeichen, dass sie diese Aufgabe übernehmen solle, zu, verließ selber aber nicht den Posten.

Aus dem Augenwinkel konnte er aber sehen, dass Walderia sich eilte, der Aufforderung nachzukommen. „Der Herr Baron wird sicher erfreut sein, dass ihr so zahlreich kommen wollt, doch verzeiht die Frage: Um wen genau handelt es sich bei Eurer illustren Begleitung?“

„Die hier? Das ist meine Familie. Meine Sippe. Ich und meine Brüder sind mit ihnen aufgewachsen. Gestern sind sie auf meinem Gut aufgetaucht. Und ich dachte, wenn der Baron ein paar kräftige Kerlchen braucht, ist das eine gute Gelegenheit ihn wohlwollend zu stimmen, wenn ein paar verlauste Zeckenbrüder auf seinem Land lagern. Nicht wahr, ihr Wegelagerer?“ Die Antwort war zustimmendes Johlen.

Von diesem Geräusch alarmiert, stürmten Ritterin Rovena und Ilene heraus um dem Brückenvogt seine Gastfreundschaft mit Hilfe zu vergelten. Doch freundliche Worte des Edlen von Wulfenhain, und das Beteuern Ugos, dass es sich nicht um einen Angriff der Fremden handelte, ließ die Damen ihre Waffen senken.

Und nach weiteren Wortwechseln, fand man sogar, dass eine gemeinsame Weiterreise von beiderseitigen Nutzen sei.

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