VII. Der Adel Weidenhags

 

"Täusche dich nicht, denn die Familien Weidenhags sind bei Weitem nicht von solch einer Einigkeit gesegnet, wie du glaubst und es der gütigen Mutter gefällig wäre. Auch wenn die gegenwärtige Baronin alles daran setzt, jene Gräben zuzuschütten, die Fehden und Jahrzwölfte lange Missgunst aufgerissen haben, schwelt im Verborgenen dennoch der alte Zwist. 
Auch wenn die Baronsfamilie den Junker von Wargenforst eng an sich gebunden hat, agitieren die Welkensteiner aus Dornstein wie gehabt und scheinen alle aus der Familie zu verbannen, die eine Aussöhnung mit den Gugelforstern möchten. Bei den Düsterfurtern scheint die Opposition gegen die Baronin immer auf fruchtbaren Boden zu fallen, auch wenn die einflussreiche Junkerin sich davor hüten mag, offen aufzubegehren. Die Familien Hadamar und Wolfenthann stehen nach außen hin unerschütterlich hinter den Gugelforstern, doch verdanken sie ihre Ämter und Würden den Welkensteinern.
Wie fest diese Allianzen demnach sind, ist unbekannt, auch wenn die Häuser bisher noch keinen Anlass gegeben haben ihnen zu misstrauen."
- gehört auf Gut Hag, neuzeitlich

Auch wenn es weitestgehend so scheint, ist der Adel Weidenhags keine Einheit. Die umstrittene Entlehnung des Sohnes des letzten Welkensteiner Barons im Jahr 945 BF sorgt immer noch für Spannungen zwischen den einzelnen Adelsfamilien, auch wenn die Baronin es die letzten Jahre - auch durch gewagte Entscheidungen und einige Zugeständnisse - schaffte die Lage weitestgehend zu entspannen.
Große Teile der kleinen Baronie sind seit schon sehr langer Zeit an Vasallen vergeben. Die belehnten Familien zeichnen sich dabei durch Stolz, Göttergefälligkeit, Bescheidenheit und Treue aus. Seit jeher stellen die Junker von Düsterfurt die mächtigsten Gefolgsleute der Barone von Weidenhag, sitzen diese doch im fruchtbaren Herzen der Baronie und gebieten über einen großen Teil der Wargenkuppen. 
Die Junker von Biberwald und Wargenforst zeichnen sich für große Waldstücke verantwortlich: behüten die Biberwalder einen Teil des Hohenforsts im Sinne Firuns und Ifirns, so garantieren die Junker von Wargenforst die Ruhe in und um den verwunschenen Wargenforst. Den südlichsten Teil der Grafschaft bildet das Landedlengut von Südhag. Für gewöhnlich tragen die Barone von Weidenhag ebenso den Titel der Landedlen von Südhag. Das Jagdgut der Herrscher Weidenhags findet sich im kleinen, aber sehr lieblichen und vor allem wildreichen Weidenwald, welcher von einem Ritter (in Personalunion auch Jagdmeister) verwaltet wird. An der Grenze nach Greifenfurt halten seit jeher die Ritter zu Dûrenbrück Wacht.

 

VII.I. Calendarium

Lehen: LehnsnehmerIn: Einwohner: Wichtige Siedlungen:
Freiherrlich Weidenhag Baronin Gwidûhenna von Gugelforst
(als Edle von Hag und dem Dûrenwald)
680 Dorf Weidenhag, Dorf Mittenwalde, einige weitere Weiler und Höfe
Junkergut Wargenforst (J1) Junker Feyenhold von Welkenstein, vertreten durch Ritterin Waindis von Welkenstein 260 Dorf Wargentrutz, Burg Welkensteyn, Rittergut Travienswacht, Weiler Gluckenhag und Neuhof
Rittergut Travienswacht
(J1-R1)
Ritterin Grimmberta von Wolfenthann 40 Unterlehen von Junkergut Wargenforst
Junkergut Düsterfurt (J2) Junkerin Rovenna von Hartungen-Düsterfurt 320 Dorf Pergelfurt, Rittergut Zirkenstadingen, Weiler Kaltborn, Lichtenau und Mühlstein
Rittergut Zirkenstadingen
(J2-R1)
Ritter Ailfir Blaubinge von Pergelgrund 50 Unterlehen von Junkergut Düsterfurt
Junkergut Biberwald (J3) Junker Rodunk Hadamar von Biberwald 180 Dorf Meisen, Weiler Ifirnshau
Landedlengut Südhag (E1) Baronin Gwidûhenna von Gugelforst
(als Landedle), vertreten durch Ritter Heldar Blaubinge von Blauenstein
210 Dorf Südhag, Weiler Neidecke
Rittergut Dûrenbrück (R1) Ritter Wulfhelm von Welkenstein 180 Dorf Dûrenbrück, Weiler Freiwalde
Rittergut Weidenwald (R2) Ritter Wallfried vom Blautann, vertreten durch Gutsvogt Olin Grünstein 70 Dorf Weidenwald

 

VII.II. Hofhaltung der Baronie

Die weithin geachtete Baronin Gwidûhenna von Gugelforst hat den Weidenhager Hof nach ihrem Amtsantritt im Stil südlicherer Adelshöfe umgestaltet und sich einen Beraterstab geschaffen, welcher aus Personen besteht, denen sie uneingeschränktes Vertrauen entgegen bringt. Dominierten unter Andîlgarn von Gugelforst noch Ritter und Jägersleute den Hof, so gibt man sich heute weltoffener und kunstsinniger. Die hiesige Baronin lädt sehr gerne auch einmal Barden, Musiker oder Maler an ihren Hof und hat sich in Künstlerkreisen schon den Ruf einer Gönnerin erworben. Dennoch ist das notorisch klamme Säckel der Baronin öfters ein Hemmschuh und führt dazu, dass die Ämter meist mit Angehörigen der Familie besetzt wurden, oder Personen am Hof multiple Aufgaben zugeschanzt bekommen.

Gwidûhenna Dythlind Traviata von Gugelforst

Baronin von Weidenhag, Hzgl. Landedle von Südhag

Die Baronin ist eine gebildete Frau, die jedoch, als eine der wenigen ihrer Weidener Standesgenossen, keine Knappschaft durchlaufen hat. Dennoch schafft sie es, dass ihr sowohl von Schutzbefohlenen, als auch dem Schwertadel ein hohes Maß an Respekt entgegengebracht wird.


Inja Farlgard von Sunderhardt

Truchsessin am Baronshof

Als Truchsessin (Haushofmeisterin) organisiert der Abkömmling einer verrufenen Sichelwachter Familie die Haushaltung des adligen Hofes. Inja, die auch Schwägerin der Baronin ist, kümmert sich um das Zusammenspiel aller Hofämter und ist die Hauswirtschafterin für die Güter und den Sitz der Baronin von Weidenhag. Es ist der wichtigste Posten für den geregelten Ablauf des gesamten Hofes. In Abwesenheit der Herrscherin führt sie die Geschicke des Hofes. Darüber hinaus bringt die Truchsessin den Pagen und Knappen die Grundlagen der Hauswirtschaft bei, um diesen zu ermöglichen, später einmal ihren eigenen Hof und Haushalt zu führen. Ihre Ausbildung erfuhr Inja am Hof des Grafen der Sichelwacht, wo sie ihre Kindheit und Jugend als Friedgeisel lebte.


Wilfred Ivirdan von Gugelforst

Hausmarschall und Waffenmeister

Der Hausmarschall hat den Befehl über die Bewaffneten der Baronie inne, kümmert sich um die Ausbildung der Landwehr und auch um die militärische Unterweisung der Knappinnen und Knappen am Baronshof. Gegenwärtig wird dieses Amt vom streitbaren Bruder der Baronin bekleidet.


Saginta Belladonna von Ulmentor

Kämmerin der Baronie

Als Kämmerin ist die gebürtige Nordmärkerin nichts weniger als die Schatzmeisterin des Lehens. Das Wort bedeutet 'Kammerherr / Kammerfrau' und war ursprünglich der Schlüsselverwalter. In dieser Funktion ist der Kämmerer auch Schlüsselbewahrer der Schatztruhe und kümmert sich um die Finanzen der Adelsgutes samt Ein- und Ausgabenverwaltung.


Travegunde Hildelind von Weidenhag

Küchenmeisterin und Cellaria

Die Küchenmeisterin ist Herrin über Küche und Keller, was feste Nahrung anbelangt. Ihre Künste sind ein Aushängeschild des Hofes bei Empfängen und Gastungen, aber ihre Fähigkeit, auch deftige Hausmannskost für eine hart arbeitende Besatzung des Hags im Winter zu zaubern, ist ebenso gefragt. Sie ist neben der Beaufsichtigung der Küche und des Küchenpersonals auch für den Einkauf und die Vorratshaltung der (festen) Nahrungsmittel zuständig. Hand in Hand mit diesem Amt geht jenes der Cellaria, die sich um die Versorgung des Hofes mit Getränken kümmert. Travegunde, die diese beiden Ämter bekleidet, ist eine Base der Baronin und dient im Tempel am Hag als Geweihte der Travia.


Travian Nordhager

Scriptor (Schreiber und Rechenmeister)

Der Scriptor führt die Chronik und Bücher der Baronie. Der aus der Stadt Nordhag stammende, bürgerlich geborene Travian bekleidet zudem auch noch das Amt des Dorfschulzen im Hauptort der Baronie. Er hat eine umfassende Ausbildung genossen, beherrscht mehrere Sprachen und kann leserlich schreiben. Der geheime Geweihte des Phex lehrt Pagen und Knappen am Hag die Kunst des Schreibens und der Kalligraphie.


Dÿlga Fioa vom Blautann

Leibzofe der Baronin von Weidenhag

Die junge Dÿlga ist der Baronin Gesellschafterin, wichtige Vertraute, Botin für Nachrichten und Beauftragte für alles, was das direkte Lebensumfeld der Herrschaft anbelangt. Sie kümmert sich auch um das äußerliche Auftreten Gwidûhennas.


Travine von Weidenhag

Hofkaplanin der Baronie

Die Hofkaplanin kümmert sich um das Seelenheil der Bewohner des Hofes, alle kirchlichen Angelegenheiten und ist Beisitzerin, wenn die Herrschaft Gericht hält. Die klerikalen Aufgaben am Hof werden von der Travia-Hochgeweihten Travine von Weidenhag ausgeführt, die ebenfalls dem Hag des göttlichen Herdfeuers vorsteht.

Olin Grünstein

Jagdmeister

Der Jagdmeister organisiert die Jagden der Herrschaft und kümmert sich darum, dass keine Wilderer ihr Unwesen treiben oder dass, wenn doch, diese gefangen und, falls lebend, der Herrschaft überstellt werden. Dieses Amt wird stets in Personalunion vom Ritter Weidenwalds bekleidet. Da dieser von einem Gutsvogt vertreten wird, füllt dieser ebenfalls das Amt des Jagdmeisters aus.

Sigiswild Rondreich von Stelzberg

Herold der Baronin von Weidenhag

In Weidenhag dient der Herold primär als Bote und Gesandter in politischen Verhandlungen, zu denen die Baronin keine Lust oder keine Zeit hat. Sigiswild, der dieses Amt neben der Tätigkeit als Dienstritter bekleidet, ist auch für die Verkündung der Erlasse der Herrschaft zuständig.

 
Alina Janiha Pernilla von Gugelforst

Magische Beraterin am Baronshof

Offiziell gilt die magische Beraterin Alina, die dem darpatischen Zweig des Hauses Gugelforst angehört, als eine einfache Gesellschafterin und Hofdame. Inoffiziell steht die Tochter Satuarias der Baronin als Beraterin zur Seite, wenn es um magische Phänomene oder um den Kontakt zu den örtlichen Hexenzirkeln (Unkenbund und Blautannzirkel) geht.


Hausritter:

Jarlan Leuemann von Gernbach
Algrid Derlinde Blaubinge von Pergelgrund
Rondred von Foldenau

Die Dienstritter am Hag sind ohne eigenes Lehen und der Herrschaft direkt verpflichtet. Sie dienen dem Hofmarschall, sorgen für Sicherheit und bilden Knappen aus.


Knappen und Pagen:

Arika von Schweinsfold (*1025 BF; Knappin) bis RON 1046 BF
Aldifreid von Falkenstein (Knappe)
Waldemar von Hartungen-Düsterfurt (*1034 BF; Knappe)
Herdan von Welkenstein (*1033 BF; Knappe)
... und weitere

Seit Generationen schon ziehen die Weidenhager Barone sehr viel Stolz aus ihrer Knappenschule. Aus dem ganzen Reich wurden hier bereits Knappen ausgebildet - die Ausbildung ist sehr fundiert und wird von den Dienstrittern durchgeführt.

 

VII.IV. Die Adelsfamilien


Familie Gugelforst

Besitzungen in Weidenhag: Baronsfamilie, Landedlengut Südhag
Wichtige Angehörige in der Baronie: Baronin Gwidûhenna von Gugelforst, Ritter Wilfred von Gugelforst, Hochwürden Travine von Weidenhag
Einfluss: Immens

Das Baronshaus stammt ursprünglich vom Fuß der Trollzacken in der heutigen Rabenmark. Durch geschickte Heiratspolitik fasste man in den Bärenlanden sehr schnell Fuß und vor allem jene Bündnispolitik und die gelebte Nähe zu den Geboten und der Kirche der gütigen Eidmutter führten sehr schnell dazu, dass man sich einer hohen Meinung im Herzogtum erfreuen darf. Lange gab es innerhalb der Baronie Spannungen mit Parteigängern der Familie Welkenstein, doch schlussendlich konnte die gegenwärtige Baronin diesen Missstand nachhaltig beenden, weshalb Weidenhag einer positiven Zukunft entgegen blicken kann.


Familie Welkenstein

Besitzungen in Weidenhag: ehemalige Baronsfamilie, Junkergut Wargenforst, Rittergut Dûrenbrück
Wichtige Angehörige in der Baronie: Junker Feyenhold von Welkenstein, Ritter Wulfhelm von Welkenstein, Ritterin Waindis von Welkenstein
Einfluss: Groß

Die langjährige Baronsfamilie kam einst durch Rohal den Weisen höchstselbst zu Amt und Würden. Seit eben diesen Gründungstagen besticht die Familie mit ihrem - verglichen mit den typischen Adelshäusern der Mittnacht - besonderen Lebensstil. Man gibt sich kunstsinnig und stand immer schon dem Volk der Elfen nah, dem man angeblich auch entstammen soll. Die Entlehnung des Baronstitels hat die Familie in eine tiefe Krise gestoßen, die von Uneinigkeit und Fehden gezeichnet war. Immer noch gibt es einen tiefen Riss zwischen den Familienzweigen in Weidenhag und Dornstein, doch bindet sich vor allem der erstere Zweig in Freundschaft an seine ehemaligen Gegner.


Familie Hartungen-Düsterfurt

Besitzungen in Weidenhag: Junkergut Düsterfurt, Kloster Sankta Perainme
Wichtige Angehörige in der Baronie: Junkerin Rovenna von Hartungen-Düsterfurt, Hochwürden Perainlied von Pergelfurt
Einfluss: Ansehnlich

Die kleine Familie ist stolz auf ihre einfache bäuerliche Herkunft. Sie berufen sich auf die regionale Heilige Perainme Hartung, die der Göttin einst gar ein Kloster aufgebaut hat. Eben jenes fruchtbares Land, das diesen Sakralbau umgibt befindet sich schon sehr viele Generationen in Besitz der Familie. Da es sich dabei um eines der wenigen fruchtbaren Gebiete in der Grafschaft handelt, ist dieser Landbesitz ein nicht zu unterschätzender Machtfaktor. Dementsprechend selbstbewusst geben sich die Angehörigen der Familie auch, ecken gerne einmal bei Standesgenossen und der Baronin an und verstehen sich selbst auch als Fürsprecher der Bauern und Leibeigenen.


Familie Hadamar von Biberwald

Besitzungen in Weidenhag: Junkergut Biberwald
Wichtige Angehörige in der Baronie: Junker Rodunk Hadamar von Biberwald, die Schwarze Henya aus dem Hohenforst
Einfluss: Hinlänglich

Auch die Familie Hadamar erfreut sich nicht wirklich einer großen Kopfzahl. Ein Umstand, mit dem viele der Heldentrutzer Familien zu kämpfen haben. Dabei sind die Biberwalder Schwertadel wie er im Buche steht. Einst erstritten sie sich Adelsstand, Ahnname und sogar ein erbliches Adelsgut. Bis zum heutigen Tag haben sie sich ihre Kampfkraft, Göttergefälligkeit und auch Loyalität behalten und werden dafür auch geschätzt.



Familie Blaubinge

Besitzungen in Weidenhag: Vogtenwürde von Südhag, Rittergut Zirkenstadingen
Wichtige Angehörige in der Baronie: Ritter Heldar Blaubinge von Blauenstein, Ritter Ailfir Blaubinge von Pergelgrund
Einfluss: Hinlänglich

Die kopfstarke Familie aus der gleichnamigen Baronie hält überall im efferdwärtigen Weiden die verschiedensten Ämter und Lehen. Seit einigen Generationen schon halten die Blaubinger die Vogtwürde über das Landedlengut Südhag, das stets von den Baronen von Weidenhag gehalten wird. Auch im Gefolge der Junker von Düsterfurt fasste die Familie kürzlich Fuß und wurde mit dem kleinen Rittergut Zirkenstadingen am Rande des Wargenforsts belehnt.


Familie vom Blautann

Besitzungen in Weidenhag: Rittergut Weidenwald
Wichtige Angehörige in der Baronie: Ritter Wallfried vom Blautann, Dÿlga vom Blautann
Einfluss: Gering

Die Familie wird sogar über die Grenzen der Mittnacht hinaus für ihren makellosen ritterlichen Leumund hoch geachtet, doch sieht man sich selbst in erster Linie als Diener Rondras und Weidens, weshalb man nicht ehrgeizig und großmannssüchtig nach Macht und Einfluss strebt. In Weidenhag halten sie neben dem Rittergut Weidenwald auch die Jagdmeister-Würde, die damit einher geht.


Familie Wolfenthann

Besitzungen in Weidenhag: Rittergut Travienswacht
Wichtige Angehörige in der Baronie: Ritterin Grimmberta von Wolfenthann
Einfluss: Gering

Das kleine Rittergeschlecht hat seine Wurzeln im Gefolge der Familie Welkenstein und ist mit der Wargenwacht belehnt, die die Südgrenze Weidens zur Helbrache schützt. Man steht sowohl Rondra als auch Firun nahe und hat sich den Platz in der zweiten Reihe bewusst ausgesucht.


Andere Adelsfamilien

Im Gefolge der präsenteren Familien der Baronie mag sich so manches anderes auswärtiges Adelshaus finden. So bekleidet beispielsweise die kleine und verrufene Familie Sunderhardt aus der Sichelwacht ein wichtiges Amt am Baronshof - genauso wie das nordmärker Junkergeschlecht derer von Ulmentor. Auch in den Reihen der Dienstritter findet sich die ein oder andere Familie von außerhalb der Baronie (und auch Weidens).

Dass das Bild des Weidenhager Adels über die Jahrhunderte einem steten Wandel unterlaufen ist zeigt nicht nur die Tatsache, dass viele der gegenwärtig in Amt und Würden befindlichen Familie noch vergleichsweise jung sind, sondern eben auch die Zahl jener Häuser, die über die Jahre erloschen sind. Hierbei wären vor allem die Familie derer von Erlwald zu nenne, die lange Jahre mit der Familie Welkenstein um die Vorherrschaft in der Baronie konkurriert haben oder auch die Familie derer von Weidenhag, die Jahrhunderte über den heutigen Hauptort der Baronie geherrscht haben. In jüngerer Vergangenheit hat die Familie vor allem dadurch Aufsehen erregt, dass der letzte lebende Abkömmling eine unstandesgemäße und skandalöse Beziehung mit der damaligen Koscher Erbprinzessin geführt hat. Der gemeinsame Sohn Harrad von Eberstamm-Weidenhag ist Landvogt von Fürstenhort.