IV. Weg und Steg
Der wichtigste Weg der Baronie ist der Hagweg, welcher Weidenhag von Firun bis Praios durchquert. Dieser Handelsweg verbindet die Stadt Nordhag, wo er auf weitere Wege, wie den Trutzweg, den Nôrrnstieg oder die Alte Straße trifft, mit der in Greifenfurt gelegenen Reichsstraße I beim Städtchen Reichsweg. Vor allem während des Bestehens der Wildermark (1028 - 1036 BF) wurde von Händlern gerne über diese Alternative ausgewichen um nach Zentralweiden oder ins Bornland zu gelangen. Der hiesige Adel setzte in dieser Zeit auch alles daran, die Wege und Gaststätten in Schuss zu halten und für die Sicherheit der Reisenden zu garantieren.
Ebenfalls an Wichtigkeit gewann in dieser Zeit auch der Dornstieg, welcher beim Dorf Dûrenbrück auf den Hagweg trifft und von dort durch den Dûrenwald nach Dornstein und über Wolfenbinge zur Reichsstraße II führt.
Die Frequentierung dieser beiden Weidenhager Handelswege hat seit der Friedensbulle von Rommilys wieder deutlich abgenommen, doch befinden sie sich immer noch in sehr gutem Zustand.
Die Baronie von Nordosten nach Südwesten durchkreuzend, hat auch der Sankt-Perdans-Weg als Handelweg Relevanz, verbindet dieser die Baronie doch über den Binger Steg in Kaiserlich Blaubinge mit den zentralen Baronien Bärwaldes.
Die Wasserläufe der Baronie sind hingegen nicht für Waren- und Personenverkehr nutzbar. Den reißenden Dergel kann man dabei bei den Dörfern Wargentrutz und Dûrenbrück über Steinbrücken überqueren. Über den Pergel gelangt man am Einfachsten an der Düsterfurt beim Dorf Pergelfurt und im Dûrenwald beim Dorf Mittenwalde über eine Holzbrücke.
IV.I. Zölle
Innerhalb der Baronie gibt es derer einiger Zollstationen, die vor allem zu Zeiten des Bestehens der Wildermark und dem damit verbundenen höheren Aufkommen an Reisenden und Händlern am Hagweg und Dornstieg einiges an Einnahmen brachten. Dabei landet der Grenzzoll, welcher bei Freiwalde an der Grenze zu Greifenfurt erhoben wird im Säckel der Herzogin und der Brückenzoll bei Südhag über das Dornenwasser (Grafschaftsgrenze zwischen Heldentrutz und Bärwalde) wird gar dreigeteilt und landet zu gleichen Teilen in Reichsend (Graf der Heldentrutz), Olat bzw. Pallingen (Gräfin von Bärwalde) und Weidenhag (Eigentümerin der Brücke). Zur Gänze im Säckel der Weidenhager Baronin verbleibt lediglich der Brückenzoll zu Dûrenbrück über den Dergel.
Die Zölle bemessen sich sowohl am Warenwert (3-5%), als auch an der Anzahl der ´Beine und Räder´ (5 Kreuzer - 2 Heller je Rad/Bein).
Zur Zeit des erhöhten Warenverkehrs gab es in der abgelegenen, beschaulichen Baronie sogar Umtriebe von Schmugglern, die die vielen nicht zu schützenden Wege durch den Dûrenwald nutzten, um an der Obrigkeit vorbei Waren und Güter zu bewegen.
Die Zollstation Freiwalde an der Grenze zur Markgrafschaft Greifenfurt