Ein Feuer im Schnee
Urkenfurt, 22. Boron 1043

Die jugendliche Tsa erwachte und streute Malven- und Fliederblüten über den Himmel am östlichen Horizont. Lyssandra warf einen Blick über die winterliche Landschaft. Der Ausblick von ihrem Zimmer über den Finsterbach und Ortschaft Urkenfurt war atemberaubend. Über dem Fluss standen durchscheinende Nebelschwaden und die Baumwipfel der Nadelbäume wirkten wie erstarrt im Reifkleid. Es war als hielte Dere den Atem an.

Melancholisch betrachtete die Finsterbornerin die Schönheit der Natur im Glanze des Boronmorgens. Ihr Vater hätte seine Freude gehabt. Doch ihm war der Anblick nicht mehr vergönnt.
Nach der nächtlichen Wacht am Totenbett hatte Lyssandra sich gewaschen und umgezogen. Übernächtigt fröstelte sie. Wie gut, dass sie den Umhang aus zotteligem Ziegenfell hatte. Der würde sie auch bei der bevorstehenden Verbrennung des Leichnams hoffentlich wärmen.

Als hätte sie geahnt, dass der Junkerin nach Wärme war, klopfte in diesem Augenblick Dorntrud an die Tür. Sie brachte ein Tablett mit heißem Kräutertee und einem warmen Brei. Dankbar lächelte Lyssandra sie an.
Die Köchin erwiderte das Lächeln. „Guten Morgen, Wohlgeboren! Ihr müsst Euch stärken. Es steht ein langer, harter Tag an und Ihr habt in der Nacht nicht geschlafen. Der Körper ist übermüdet und ausgekühlt.“

Mit einem Seufzen nahm die Finsterbornerin das Tablett entgegen. „Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit, Dorntrud! Das kann ich jetzt wirklich brauchen. Ist sonst alles soweit vorbereitet?“

Die Köchin nickte. „Ich nehme an, dass Traugunde Euch bald über alles informieren wird. Kann ich sonst noch was für Euch tun?“

Lyssandra schüttelte den Kopf. „Nein, danke. Ich werde jetzt erstmal frühstücken.“

Die rundliche Köchin nickte und zog sich zurück.

Wenig später erschien Traugunde Plötzenbühler, die Hausdame, die sogleich mit den wichtigsten Informationen herausrückte.
„Guten Morgen, Wohlgeboren. Ich hoffe, Ihr konntet Euch ein wenig aufwärmen? Der Waffenknecht Eures Vaters, Leubrecht ist schon bereit und Bärnwart hat mir versichert, dass der Scheiterhaufen gerichtet ist. Ihr entscheidet, wann Euer Vater den letzten Weg antritt. Ich habe mir erlaubt, beim Töpfer im Ort eine Urne zu bestellen. Er bringt Euch eine Auswahl hierher. Dann könnt ihr nach der Einäscherung entscheiden, in welchem Gefäß Ihr Euren Vater auf sein Gut zurückbringen möchtet. Bruder Domarion ist auch schon wach. Er betet noch bei Eurem Vater.“

„Hab Dank, es geht mir besser. Und vielen Dank für deine Umsicht mit der Urne. Ich sehe sie mir an, wenn die Einäscherung stattgefunden hat. Ist es möglich für mich und diejenigen, die meinem Vater das letzte Geleit geben ein kleines Mahl zu bereiten?“, fragte Lyssandra die Hausdame.

Traugunde nickte. „Sicherlich. Ich werde sehen, wie viele Euch zum Brandbestattungsplatz begleiten werden. Dann können wir sicherlich ein entsprechendes Mahl bereiten. Dorntrud wird das gerne übernehmen.

Die Junkerin bedankte sich. „Dann sollen sich alle, die meinen Vater den letzten Weg begleiten wollen, zur Perainestunde versammeln. Willst du das bitte allen mitteilen?“

„Gewiss, Wohlgeboren!“, versicherte die Hausdame und empfahl sich.

 

Der Atem stand in dicke Wolken vor den Nasen und Mündern derjenigen, die Theofried von Finsterborn auf seinem letzten Weg begleiteten. Mehrere Männer des barönlichen Hausstandes hatten die Bahre geschultert. Ihnen voran ging der Geweihte, Bruder Domarion. Hinter dem Leichnahm liefen Lyssandra und Ritter Ludopoldt, dahinter der altgediente Waffenknecht des Finsterborners, Leubrecht.

Bärnwart begleitete den Leichenzug und auch die Magd Wigdis hatte es sich nicht nehmen lassen, mitzugehen. Traugunde hatte sich damit entschuldigt, dass sie alles für den Leichenschmaus vorbereiten musste.

Und so machte sich ein kleiner Leichenzug auf den Weg zum Brandbestattungsplatz außerhalb der Siedlung Urkenfurt, ganz in der Nähe des Boronangers, den sie am Vortag schon besucht hatten. In Urkentrutz war es zumeist üblich die Verstorbenen der Erde übergeben. Eine Feuerbestattung war eine kostspielige Angelegenheit, die Menge an Feuerholz war teuer und da das Sterbegeld oft schon ein dickes Loch in die Familienkasse riss, bestatteten die meisten Urkentrutzer ihre Toten in der Erde. Wer es sich leisten konnte, ließ einen Sarg tischlern, wer das nötige Geld dafür nicht aufbringen konnte, wickelte seine Toten in ein Leichentuch. Brandbestattung kam vor allem bei den Burgbewohnern und beim Ritterstand zum Tragen, da diese besonders rondragläubig waren. Zudem dann, wenn der Platz auf dem Boronanger nicht ausreichte oder man ahnte oder vermutete, dass es sich bei dem oder der Verstorbenen um einen Wiedergänger handeln könnte. Natürlich gab es auch Fälle, wie bei Theofried, wo der Verstorbene nicht in Urkenfurt, sondern seiner Heimat bestattet werden wollte. Da war eine Brandbestattung unerlässlich.

Der Scheiterhaufen war gerichtet. Mit Wohlgefallen sah Lyssandra, dass man neben dem üblichen, schnell herabbrennenden Fichtenholz und Birkenholz auch ein paar Kiefernäste eingearbeitet hatte. Die stark harzhaltige Kiefer verströmte beim Verbrennen einen angenehmen Duft.

Die Träger legten den Leichnam mit der Bahre zuoberst auf den Scheiterhaufen. Die Trauergemeinde nahm im Halbkreis darum ihre Plätze ein. Bruder Domarion begann die Rede mit einem Gebet an die Vereinende Göttin. Dann fand er sehr tröstliche Worte für Lyssandra und sprach vom rondragefälligen und traviafrommen Leben des Finsterborners, wie es ihm in der vergangenen Nacht geschildert worden war. Zuletzt hob er die Hände zum Himmel und bat Travia und Rondra, mit den reinigenden Flammen, die für gewöhnlich dem Wärmen des Heims und dem Zubereiten der Nahrung dienten, die Bande zu lösen, die Theofried von Finsterborn noch an Dere banden, und ihn an ihrer Tafel oder einem anderen Platz seiner Wahl in den zwölfgöttlichen Paradiesen willkommen zu heißen.

Er nahm aus den Händen eines Burgknechts die Fackel entgegen und gab sie an Lyssandra weiter. Nun war der Moment gekommen, endgültig Abschied von ihrem Vater zu nehmen. Sie dachte an ihre Geschwister, an Horatio und an Ysilda, die diesen Abschied nicht miterleben konnten. Mit einem leise im tiefsten Inneren ausgesprochene Wunsch, ihr Vater möge in Boron die verdiente Ruhe finden, legte sie Feuer an den Scheiterhaufen.

Schnell fraßen sich die Flammen durch das Holz. Die Fichten- und Kiefernäste barsten knackend, Funken stoben in die schneebedeckte Landschaft und schwarze Rußfetzen gingen gleich düsterer Schneeflocken auf der weißen Fläche nieder. Feuer und Schnee, ein Kontrast, der eine gewissen Schönheit in sich barg. Lyssandra lächelte. Sie wusste, ihr Vater hätte das zu schätzen gewusst. Die Harze überdeckten den Geruch von verbranntem Fleisch nicht vollständig, doch machten sie ihn erträglicher. Die Stille der Trauernden wurde nur vom Prasseln der Flammen und dem Knacken der berstenden Äste unterbrochen. Nach nicht einmal ganz einem Wassermaß brach der Haufen in sich zusammen und aus den hochauflodernden Flammen wurden Glutnester aus denen nur noch kleine Fämmchen züngelten.

Lyssandra beschloss den Rückweg zur Burg anzutreten. Sie bat die Anwesenden ihr zum Leichenschmaus zurück auf Burg Urkenfurt zu folgen. Das Gefühl der Leere hatte eine neue Dimension erhalten. Jetzt fühlte sie sich wirklich einsam. Trotz der vielen Menschen, die sie umgaben.

 

***

Die improvisierte Trauergemeinde auf Burg Urkenfurt saß schon eine Weile zusammen. Wie es so oft bei solchen Gelegenheiten war, herrschte eine eher ruhige, bedächtige Stimmung. Zwar fand das Essen nicht in betretenem Schweigen statt aber es gab nur leise, eher kurze Unterhaltungen. Nicht zuletzt deswegen bekam die Gesellschaft recht früh mit, dass wohl zunächst am Tor, dann am Stall und schließlich sogar im Haus irgendwas vor sich ging. Man konnte im Thronsaal nicht verstehen was für Worte gesprochen wurde, aber mit jedem Mal wurde klarer, dass die Worte in einer recht herrischen Tonlage, vermischt mit nur schlecht verdeckter Bedrohung gesprochen…nein mehr gerufen wurden. Die Trauergemeinde sah sich verwundert untereinander an und viele Schultern wurden gezuckt. Die Gedanken der meisten gingen in diesem Moment an die Götter und so mancher befürchtete wohl, dass sich eine weitere dramatische Wendung für die Burgbewohner abzeichnete. Dabei wünschte sich doch jeder nach den vergangenen Ereignissen vornehmlich Ruhe und Frieden. Lyssandra erhob sich und auch der phlegmatische Ritter Ludopoldt machte Anstalten, sich zu erheben. Beide wollten bereit sein, um dem zu begegnen, was da kommen sollte. Schwer polterte mindestens eine Person über die Treppen und Flure, die zum Thronsaal führten. Die Tür wurde ziemlich unsanft und sehr zügig geöffnet und ein schwer atmender, verschwitzter, gerüsteter Weidener Ritter stand in der Tür.

„WAS GEHT HIER VOR?“

Oberon von Uhlredder hatte ein paar Tage vor seinem Auftritt sein Gut verlassen, um die befreundete Familie von Finsterborn auf der Schwarzen Au zu besuchen. Er und die Erbin des Gutes, Lyssandra, waren seit ihrer Kindheit befreundet, kamen dem was Bruder und Schwester füreinander sind so nahe wie es ohne Blutsverwandtschaft möglich war. Oberon wusste was Lyssandra und ihr Vater bezüglich des Mädchenmörders vermuteten. Er hatte, so wie er es versprochen hatte, in den letzten Wochen jeden Moment mit Tageslicht im Sattel verbracht und rund um Stegelsche Ausschau gehalten nach dem Unhold, der diese Mädchenmorde begangen hatte. Nachdem er länger nichts von den Finsterborns gehört hatte, hatte er sich schließlich entschieden zur Schwarzen Au zu reiten. Dort angekommen hatte er aber erfahren, dass sowohl der alte Junker als auch seine Erbin vor einigen Tagen bereits nach Urkenfurt aufgebrochen waren. Das Gesinde wusste wohl nur, dass sie ernster Stimmung gewesen waren. Oberon bekam ein ungutes Gefühl. Vor dem Sonnenaufgang bereits ritt er los, in der Hoffnung noch an diesem Abend den Baronssitz zu erreichen. Doch einige Meilen vor Urkenfurt machte das Schicksal ihm einen Strich durch die Rechnung. Sein Pferd verlor ein Hufeisen und da Oberon nicht sofort stoppte, vertrat es sich danach und konnte nicht mehr weiter. Zum Glück war in erreichbarer Entfernung ein Gasthof in dem Oberon einkehren konnte. Dort erfuhr er aber etwas, was ihm fast das Blut gefrieren ließ. Ein Reisender, der auf der Burg versucht hatte ein paar Töpfe zu verkaufen, berichtete, dass es dort wohl eine große Katastrophe gegeben hätte. Er wusste nichts Genaues, aber es gab etliche Tote, mehrere Beerdigungen und dergleichen. Oberons Sorge zu spät zu kommen, um seiner Freundin beizustehen, wie er es versprochen hatte, brachte ihm eine nahezu schlaflose Nacht. Erneut weit vor dem Sonnenaufgang brach er auf. Es war außer einem recht alten Maultier nichts als Ersatz für sein Pferd zu bekommen gewesen und so kam es, wie es kommen musste: das ungewohnte Gewicht und die ungewohnt schnelle Gangart bekamen dem armen Tier nicht gut. In Sichtweite der Burg, Oberon meinte eine Rauchfahne zu erkennen, gab es auf. Es war durch nichts mehr zu bewegen weiter zu laufen. Oberon, der das Tier auch nicht zu Schande reiten oder es gar mit blutigen Schlägen antreiben wollte, nahm also für die restliche Strecke Schusters Rappen. Was gar nicht so einfach war, in Rüstung und bewaffnet. Die Sorge trieb ihn an und so erreichte er schließlich Stunden später die Burg. Der dort stationierte junge Wächter, sichtbar überfordert von der Situation, wollte ihn nicht einlassen, aber Oberons Geduld war am Ende. Er befürchtete das Schlimmste. Mit Autorität, Gebrüll und einer Maulschelle die sich gewaschen hatte überwand er den nun für Wochen gezeichneten jungen Torwächter. Nach der „Befragung“ eines Stallknechtes und einer Magd, die er unterwegs traf, erfuhr er wo sich die „neuen Herrschaften“ aufhielten. Und so landete er schließlich an der Tür des Thronsaals.

Dass er Lyssandra erblickte hielt ihn davon ab seine Waffe zu ziehen, aber die Finsterbornerin, die ihren Freund seit Kindestagen gut kannte, sah das er kurz davor war „Uhlgosch“ zu ziehen. Der prächtige, verzierte Rabenschnabel mit Eulensymbolik war das Familienerbstück der Uhlredders und seit Generationen die Waffe des jeweiligen Herrschers von Stegelsche.

„Oberon! Halt ein!“, rief Lyssandra erschrocken. „Es ist alles in Ordnung…“

Sie unterbrach sich und schüttelte schließlich traurig den Kopf.

„Nein, eigentlich ist gar nichts in Ordnung, mein Freund…, komm erstmal und setz dich zu uns. Wir halten den Leichenschmaus für meinen Vater ab… nur zwei Tage nachdem wir die Familie von Hartenau beerdigt haben…“

Oberon brauchte in paar Momente, um das zu verarbeiten, was Lyssandra ihm gerade gesagt hatte. Momente, in denen er misstrauisch die anderen Anwesenden anfunkelte. Als ob er herausfinden wollte, ob diese irgendeine Untat planten. Dann aber griff die Erkenntnis und seine Schultern sackten hinunter.

„Für deinen Vater…nach der Beerdigung der Familie von Hartenau…“, ungläubig sah er Lyssandra an. Hoffte, sie würde ihre eigenen Worte berichtigen oder er habe sie nur falsch verstanden. Aber nichts dergleichen geschah. Er setzte sich und wirkte ziemlich fassungslos

„Aber wieso… wie…und warum?“

„Oh, Oberon, das ist eine lange und komplizierte Geschichte. Nimm Platz, dann erzähle ich dir, was sich in den vergangenen Tagen zugetragen hat. Bei den Ereignissen, die stattfanden, bevor mein Vater und ich auf die Burg kamen, können mich die Burgbewohner unterstützen oder berichtigen, wenn ich etwas Falsches sage.“

Ludopoldt nickte. Er grüßte Oberon freundlich und ging zur Tafel zurück. Bärnwart bot Oberon seinen Platz, links neben Lyssandra und gegenüber von Ludopoldt an. Nachdem Wigdis dem Ritter ein Bier gebracht hatte, begann Lyssandra, unterstützt von Ritter Ludopoldt die Ereignisse zu rekonstruieren. Immer wieder bat sie Wigdis, Traugunde Plötzenbühler oder Bärnwart ihre Angaben zu bestätigen oder zu ergänzen. Sie endete mit dem Tod ihres Vaters am Tag nach dem Fenstersturz des Baronets.

„So, jetzt kennst du die Geschichte vom traurigen Ende der Baronsfamilie und dem betrüblichen Tod meines geliebten Vaters. Ich weiß noch gar nicht, wie ich das verarbeiten soll. Nie habe ich in so kurzer Zeit außerhalb von kriegerischen Auseinandersetzungen so eine Vielzahl von Todesfällen erlebt.“

Oberon war nachdem Lyssandra ihren Bericht beendet hatte, erst einmal ziemlich niedergeschlagen. Mit ständig steigender Erschütterung und Unglauben hatte er die Ereignisse und Hintergründe aufgenommen. Zwischendurch hatte er sich einen Schnaps geben lassen und diesen gestürzt, wirkte inzwischen aber eher als ob ihm übel war. Ungläubig schüttelte er den Kopf

„Das das alles so kommen musste, hätte sie noch gelebt, so würde ich schwere Klage gegen die Grimmwulf führen. Zu viele Unschuldige zuletzt deinen lieben Vater hat das alles gekostet. Die Eidmutter lehrt uns die Familie als höchstes zu achten…aber nicht so und nicht zu diesem Preis. Sie hätte Ingrold viel früher…“, er ließ den Kopf sinken.

„Ach was nützt es jetzt noch darüber zu hadern…das ist alles Vergangenheit.“

Er richtete sich auf und legte Lyssandra die Hand auf die Schulter

„Ich werde deinen Vater nie ersetzen können und du bist mir weit mehr eine Schwester als eine Tochter, auch wenn ich einige Winter älter sein mag als du. Aber sei versichert, ich bin an deiner Seite! Was auch immer deine nächsten Vorhaben sind! Die Asche deines Vaters nach Hause bringen, die Gräfin informieren… Wenn du es nicht ablehnst werde ich dich begleiten!“

Lyssandra legte den Kopf kurz an die Schulter ihres brüderlichen Freundes.
„Ich danke dir. Ja, es ist alles sehr schmerzlich gewesen. Die vergangenen Wochen, Tage, Stunden… der Alptraum schien kein Ende zu nehmen.“

Sie richtete sich wieder auf und straffte das Rückgrat.

„Doch, lassen wir das für heute ruhen! Ich werde morgen nach Pallingen aufbrechen, um der Gräfin Bericht zu erstatten. Ritter Ludopoldt übernimmt hier das Kommando, bis Griseldis entschieden hat, was mit dem verwaisten Baronsthorn passieren soll. Die Urne mit den eingeäscherten Überresten meines Vaters lasse ich zunächst hier in der Burgkapelle. Auf dem Rückweg von Pallingen werde ich sie abholen und dann mit meiner Familie gemeinsam die Beisetzung planen. Leubrecht fährt mit der Kutsche zurück in die Schwarze Au. Wenn du mich begleiten möchtest, könnte er von der Schwarzen Au einen Boten nach Stegelsche schicken, der deiner Frau mitteilt, dass du mich begleitest. Damit sie sich keine Sorgen macht.“

Oberon nickte mehrfach.

„Ich denke das ist ein guter Plan. Selbstverständlich werde ich dich begleiten du musstest nun genug Last alleine tragen!“