Die Hochburg des Rittertums

Im mitternächtlichen Herzogtum, das gemeinsam mit Greifenfurt und Tobrien als "Schild des Reiches" bezeichnet wird, gilt zuvörderst die ritterliche Heeresfolge: Weiden ist die Hochburg des Rittertums und wird deshalb von anderen Provinzen des Mittelreichs in militärischen Angelegenheiten gern mal als "rückständig" bezeichnet.

Das hängt zum einen damit zusammen, dass der altgediente Adelsstreiter neben seinen Aufgaben als Kämpfer noch zahlreichen anderen Verpflichtungen nachkommen muss --- ein Modell, das heuer vielerorts als überholt und schlicht nicht spezialisiert genug angesehen wird. Ritter mit ihren Waffenknechten und -mägden könnten einem professionell geschulten und "modern" ausgerüsteten, stehenden Heer, das von an eigens dafür gegründeten Akademien ausgebildeten Offizieren angeführt wird, nicht das Wasser reichen, lautet eine weit verbreitete Ansicht.

Es hilft auch nicht unbedingt, dass der weit überwiegende Teil der Weidener Ritter fest im Glauben an Rondra verwurzelt ist, daher Tugenden wie Tradition, Verantwortung und Schutz hochhält und den ehrenhaften Zweikampf als das Maß aller Dinge betrachtet, obwohl dieser in großen Schlachten oder gar im Krieg eine eher untergeordnete Rolle spielt. Die fast gefühlige, auf jeden Fall aber irgendwie "romantische" Sicht auf Kampf und Streit wird vielerorts eher als hinder- denn als förderlich wahrgenommen und manchmal gar belächelt.

Bei alledem sollte aber nicht vergessen werden, dass die Ritter Weidens zu den erprobtesten Streitern im Mittelreich gehören, da sie es in den Grenzlanden mit vielerlei Bedrohungen zu tun haben, nicht zuletzt mit der durch den Ork, dem ständig dräuenden Erbfeind. Zudem haben die Herzoge Weidens seit jeher fest an der Seite der Kaiser gestanden, wenn diese in den Krieg zogen, und dadurch vor allem in den vergangenen Jahrzehnten einen sehr hohen Blutzoll entrichtet. Durch ständige Kämpfe und Turniere, die anders als im Herz des Reiches nicht der Repräsentation, sondern in erster Lienie der Übung dienen, befinden sich unter ihnen viele individuell sehr versierte Kämpfer mit einem reichen Erfahrungsschatz --- nicht nur in der Theorie. 

Weidener Ritter ziehen klassischerweise mit ihrer "ritterlichen Lanze" in den Krieg, damit ist nicht etwa die Waffe gemeint, sondern eine Gruppe von Gefolgsleuten, die bestenfalls etwa zwölf Personen umfasst und sich auch Kämpfern verschiedener Art zusammensetzt: Knappen, Waffenknechte, Schildmaiden, Bogenschützen, Kundschafter und dergleichen mehr. Abhängig vom persönlichen Reichtums des Ritters können diese Lanzen zwar mancchmal erschreckend klein ausfallen, aber zumindest einen Knappen und ein bis zwei Knechte oder Mägde sind im Grunde stets mit von der Partie.

Es soll außerdem nicht unerwähnt bleiben, dass Weiden über einige stehende Kriegshaufen verfügt. Die meisten davon stehen in den Diensten der Herzogin, aber auch die Grafen haben einige Kämpfer dauerhaft unter Waffen. Zu den herzoglichen und gräflichen Garden kommen noch Haustruppen der Barone Weidens, die abhängig von deren Reichtum und Standort mal erstaunlich groß, mal aber auch klein bis hin zu quasi überhaupt nicht existent ausfallen können.

Über den Marschall, ihre Bannerherren und deren Heermeister kann die Herzogin zusätzlich zu den stehenden Truppen saisonal einen Heerbann einberufen, das ist dann die Landwehr. Sie sammelt sich unter dem Banner ihres Barons und jede Baronie soll nominell ein Banner stellen, dessen tatsächliche Größe jedoch von der Einwohnerzahl und der Anzahl der Freien abhängt, sodass es wiederum große Unterschiede gibt: Das Landwehrbanner einer entlegenen Baronie in der Sichelwacht kann aus einer bloßen Handvoll Bauern bestehen, während das einer bevölkerungsreichen Baronie aus Baliho leicht im dreistelligen Bereich liegen kann. Alle Landwehrbanner einer Grafschaft sammeln sich unter dem Banner des Grafen zu einem Landwehrregiment. Davon gibt es vier in Weiden und den vorangegangenen Schilderungen entsprechend unterscheiden die sich in ihrer Größe sehr stark voneinander. 

Der Waffendienst, die Heerfahrt, ist zeitlich auf acht Wochen im Jahr begrenzt, muss jedoch nicht am Stück abgeleistet werden, sondern kann auch für mehrere kürzere Kriegszüge genutzt werden. Die Anzahl der Waffentreuen Weidens beträgt nach einigen Jahren der Rüstung und Erholung um die 7.500 Männer und Frauen. Von denen gehören allerdings mindestens 5.000 Kämpfer keiner stehenden Truppe an, sodass sie erst einmal per Heerschau versammelt werden müssen.


 

1. Die Herzöglichen Garden und der Heerbann

Herzogin Walpurga von Löwenhaupt ist die oberste Heerführerin Weidens und Bannerherrin des Herzogtums. Das heißt, alle Heerhaufen und Truppen ziehen in Kriegsfalle unter ihrem Banner, dem erhobenen weißen Bären in Frontalansicht auf grünem Grund --- dies ist das Kriegswappen des Herzogtums, im Gegensatz dazu dient seitliche Bär als Friedenswappen. Walpurgas Vertreter ist der Heermeister des Bären, also der Herzogliche Marschall, der in Weiden auch Soldgraf genannt wird. Dieses Amt hat Landritter Linnart von Ruckenau inne, der auch das Ritterregiment der Rundhelme in die Schlacht führt. Derzeit unterstehen Herzogin Walpurga von Löwenhaupt folgende Gardetruppen, also stehende Truppen:

—gut drei Dutzend Ritter des Bären samt deren Gefolge auf der Bärenburg [Schwere Reiterei]
Die Ritter des Bären sind Ritter von Stand und adeligem Geblüt. Nicht alle leben ständig auf der Bärenburg, einige besitzen auch Häuser in der Stadt oder kleine Landgüter in der Stadtmark, wo sie mit ihren Familien leben. Zu den Rittern des Bären zählen die herrschaftlichen Knappen, die am Herzogenhof ausgebildet werden wie seinerzeit Kaiserin Rohaja und ihre Schwester Yppolita. Der Sprecher der Ritter des Bären --- also der Erste unter Gleichen, gern auch 'Erste Ritter' genannt --- ist traditionell, aber nicht zwangsläufig, der Herzogliche Fechtmeister als leuchtendes Beispiel der Weidener Rittertugenden.
Ihr Bannerherr ist der "Erste Ritter" Weidens

—3 Schwadronen Herzoglich-Weidener Lanzenreiter Rundhelme [Schwere Reiterei]
Die Rundhelme sind das älteste Ritterregiment des Mittelreichs. Der traditionsreiche Heerhaufen wurde 29 v. BF von Herzog Galdur von Horasia begründet. Eine Unterbrechung der ruhmreichen Geschichte gab es, als die letzten Rundhelme gemeinsam mit Herzogin Odila von Weiden im Jahre 601 BF beim Ersten Orkensturm im Kampf gegen die Horden der Schwarzpelze fielen. Erst "Herzogin" Adilgunde von Löwenhaupt hob die Truppe erneut aus, die seither wieder unter dem Bärenbanner der Weidener Herzoge ausziehen. Die Rundhelme haben in den vergangenen  Jahrzehnten in vielen Schlachten in Weiden und zuweilen auch darüber hinaus gekämpft und dabei viel Ruhm geerntet. Sie setzen sich zumeist aus landlosen Rittern, Zweit- oder Drittgeborenen angesehener Adelsfamilien oder Recken, die sich bei der Ausbildung in der Balihoer Akademie Schild und Schwert hervorgetan haben, zusammen.
Zwei Schwadrone ("Herzog Galdur" und "Sancta Odila") sind fest in Trallop stationiert und werden von der Herzogin zur Erfüllung ihrer Aufgaben ausgeschickt. Die dritte Schwadron ("Herzog Waldemar") ist über das ganze Herzogtum verteilt. Es befindet sich je eine Lanze auf den Cronfesten Reichsend, Dragentodt und Mandelihr und je eine in Rudein und Menzheim.
Ihr Bannerherr ist Linnart von Ruckenau, der Soldgraf Weidens

—5 Banner Herzoglich-Weidener Pikeniere Grünröcke [Schweres Fußvolk]
Die Grünröcke sind am ehesten das, was man als Gardetruppe bezeichnen würde. Die einstigen Pikeniere tragen heute im Tagesgeschäft hauptsächlich Partisanen oder Hellebarden, die Piken werden nur aus den Waffenkammern geholt, wenn die Einheit als Ganzes kämpft. Der Heerhaufen gliedert sich in fünf Banner, von denen zwei in Trallop stationiert sind. Das erste Banner "Windsturm" ist auf der Bärenburg eingesetzt und dient als Leibgarde der Herzogenfamilie, wohingegen das zweite Banner "Finsterblitz" in der Alten Veste seinen Dienst verrichtet. Der "Finsterblitz" wird von dort auch immer als erstes in voller Stärke oder rottenweise losgeschickt, wenn Probleme im Herzogtum auftauchen, bei denen die Herzogin mit stählerner Faust durchgreifen will.
Drittes und viertes Banner "Schallgrean" und "Angwarding" sind auf den herzoglichen Cronfesten Mandelihr und Dragentodt stationiert. Zwei Rotten vom Banner "Schallgrean" stehen in Rathila und zwei Rotten vom Banner "Angwarding" auf Burg Dornstein in Herzogliche Dornstein. Das fünfte Banner "Orkenhart" ist auf der Cronfeste Reichsend stationiert, zwei Rotten dieses Banners versehen ihren Dienst jedoch auf Burg Hohenstein in Herzoglich Weiden.
Bannerherr der Grünröcke ist Kerling von Löwenhaupt, zugleich Schildgraf des Herzogtums.

—2 Schlachtreihen Herzoglich-Weidener Spießlinge Sichelgarde [Leichtes Fußvolk]
Dieser Heerhaufen wurde im Phex 1022 BF nach dem verheerenden Ysilia-Feldzug und den sich daran anschließenden Zweiten Weidener Unruhen aufgestellt. Die Sichelgarde ist für die Durchsetzung der Ordnung in der Grafschaft Sichelwacht, den Schutz des Sichelstiegs und das Geleit von Zügen ins freie Tobrien verantwortlich. Das Gros des Heerhaufens ist in Salthel und auf dem Sichelstieg untergebracht; kleinere Lager sind aber über die gesamte Sichelwacht verteilt und ein größeres Feldlager befindet sich an der tobrischen Feste Kleinwardstein.
Heermeisterin der Sichel und zugleich Bannerherrin der Spießlinge ist Erdlinde von Hollerieth

—Die Weidener Finsterwacht
Die Finsterwacht ist ein im Ingerimm 1026 BF nach Beschluss durch Reichsregentin Emer ni Bennain durch Herzogin Walpurga von Löwenhaupt neu gegründetes Wachtbündnis. Sie hat seither viele ereignisreiche Götterläufe gesehen und besteht zurzeit aus kaum einem halben Dutzend Rittern und ihrem Gefolge sowie gut 24 Knappen. Der größte Teil der Finsterwachttürme ist mit Heldentrutzer Bergschützen besetzt.
Bannerherr: Halgan von Hirschenborn, Wachtgraf des Herzogtums

—2 Rotten Brückengräfliche Söldlinge
Sie stehen an der Langen Brücke in der Herzogenstadt Trallop. Ihr Banner zeigt ein silbernes Neunauge auf Blau über einer Brücke.
Bannerherrin: Edle Rauhilde von Schmiedegrimm, Brückengräfin des Herzogtums

—7 Rotten Scharwächter der Herzogenstadt Trallop
Die Scharwächter, andernorts Stadtgarde genannt, der Herzogenstadt fechten unter dem Banner der Stadt Trallop. Eine Rotte stellt auch die nach Sonnenuntergang durch die Gassen ziehenden Nachtwächter. Je eine Rotte stellt die Torwächter an den beiden Außentoren der Stadt. Die restlichen 4 Rotten sind verteilt auf die vier Stadtteile von Trallop.
Bannerherr: Stadtmeister Tannfried von Binsböckel, Zinsgraf des Herzogtums

Herzoglicher Geschossmeister
Garalm Sohn des Gillim befehligt eine zwei Dutzend Mann starke Geschützmannschaft auf Ingramms Löwenturm mit mehreren wieder in Stand gesetzten Rotzen und Aalen.

—4 Banner Zunftschützen der Stadt Trallop
Jedes Stadtviertel von Trallop rekrutiert aus seinen Einwohnern ein Banner Schützen. Jedem Banner ist ein fester Teil der Mauern Trallops zugewiesen, den sie zu besetzen haben. Die Größe der Banner variert je nach Einwohnerzahl der Viertel. Ein wechselnder Stamm aus Männern und Frauen übt sich dabei regelmäßig und stellt quasi die erste Reihe der Schützen. Sie haben ihre Waffen zu Hause und können dadurch schnell die Mauern besetzen. Dies ist nötig, da Trallop über immens lange Mauerabschnitte verfügt und es anders kaum möglich wäre, schnell einen bestimmten Abschnitt zu besetzen. Diejenigen Zunftschützen, die nicht zur ersten Reihe gehören, aber ihre Stadt auch verteidigen wollen, begeben sich im Ernstfall zunächst zum Zunfthaus, bekommen dort eingelagerte Waffen ausgehändigt und begeben sich dann ebenfalls auf die Mauern.
Kommandiert werden die Schützen von Cassandra von Brachfelde, Schützengräfin des Herzogtums

—etwa 20 Ritter der Bärenpratze
Die Bärenpratze ist kein eigenständiger Heerhaufen, sondern wird bei Bedarf aus den Rundhelmen zusammengestellt. Sie kommt zum Einsatz, wenn der Zinsgraf die Rundreise durch die Herzoglichen Allodien unternimmt, um die Steuern einzutreiben.
Bannerherr: Tannfried von Binsböckel, Zinsgraf des Herzogtums

Insgesamt gilt: Die Rundhelme ziehen immer unter dem Bärenbanner, aber die Grünröcke unter den Banner der Löwenhaupts, weswegen ihr Bannerherr immer aus dieser Familie stammt und als Schildgraf Weidens auch für die Verteidigung aller provinzherrlichen Güter verantwortlich ist.



 

2. Gräfliche Garden und Heerhaufen

Im traditionellen Aufbau der Weidener Kriegsschar kommt den Grafen eine wichtige Position zu, denn sie sind die Bannerherren ihrer Ländereien. Das heißt, dass sie die Heerschauen für den Heerbann auszurufen haben.
Die Barone einer Grafschaft sammeln sich unter dem Banner ihres Grafen und unter dem Banner der Barone sammeln sich deren Edle und Ritter sowie die Landwehren. Diese Truppen bilden dann jeweils ein Landwehrregiment und werden hier nicht einzeln aufgeführt. Stattdessen geht es im Folgenden um die stehenden Truppen, die der jeweilige Graf unterhält und über die er jederzeit verfügen kann.
Die einzelnen Grafschaften bilden die vier Wachten des Nordens, so dass jede Grafschaft zugleich auch ihre Grenzen zu sichern hat und dabei zusätzlich auf die Hilfe der Rundhelme, Grünröcke und Spießlinge zählen kann.
Jedem Grafen ist wiederum ein Heermeister zugeordnet, der ihn vertreten kann.

Bärenwacht
Die Grafschaft Bärwalde, die mit der Sicherung Trallops beauftragt ist, das Nebelmoor und einige tiefe Wälder im Auge behält sowie einen Teil der praioswärtigen Grenze der Mittnacht.
Bannerherrin: Gräfin Griseldis von Pallingen zu Bärwalde
Heermeister des Hains: Ansgar Blaubinge von Blauenstein
—etwa zwei Dutzend Ritter des Hains samt deren Gefolge
—etwa ein Banner Bogner von Olats Schar auf Burg Rotdorn in Gräflich Pallingen
—eine Rotte Burgwachen der Goldluchse auf Burg Rotdorn in Gräflich Pallingen
—etwa ein halbes Dutzend Ritter von Olats Wacht samt deren Gefolge auf Wachtürmen entlang des Nebelmoors

Sichelwacht
Die Grafschaft Sichelwacht, die die Goblins der Sicheln und aus den Drachensteinen im Zaum halten soll, die Pässe und Straßen nach Tobrien und ins Bornland passierbar hält sowie ein Auge auf Uhdenberg und die Salamandersteine hat.
Bannerherr: Graf Bunsenhold zur Sichel
Heermeisterin der Sichel: Erdlinde von Hollerieth
—etwa zwei Dutzend Ritter der Sichel samt deren Gefolge
—etwa ein Banner Rotröcke [Leichtes Fußvolk]
—2 Rotten Burgwachen Aarengarde auf der Grafenburg Aarkopf

Wilderwacht
Die Grafschaft Baliho bewacht die praioswärtige Grenze der Mittnacht zur ehemaligen Wildermark und wacht über die Pässe, die über die Schwarze Sichel in die Dunklen Lande führen. Darüber hinaus ist es nach dem Ende der Wildermark besonders die Grafschaft Baliho aus der die Herzogin Mittel und Leute nimmt, um auch außerhalb der Mittnacht handeln zu können.
Bannerherrin: Graf Arnwulf von Pandlaril
Heermeister der Au: Meier Ulfbert Meiler von Eichenbach zu Espen
—etwa zwei Dutzend Ritter der Au samt deren Gefolge
—2 Lanzen Grenzreiter [Kundschafter] auf Burg Räuharsch
—1 Schwadron Auenreiter [Leichte Reiterei] auf Burg Räuharsch
—1 Banner Espener Bogner

Finsterwacht
Die Grafschaft Heldentrutz, stellt die Wacht am Finsterkamm und bildet die erste Verteidigung gegen Weidens Erzfeind, die Schwarpelze.
Bannerherr: Graf Emmeran von Löwenhaupt
Heermeister der Wacht: Wachtgraf Halgan von Hirschenborn
—etwa zwei Dutzend Ritter der Wacht samt deren Gefolge
—2 Banner Heldentrutzer Bergschützen [Leichtes Fußvolk/Bergschützen]

Damit wird klar, dass in Weiden die Heerhaufen nach dem alten ritterlichen Tugenden geführt werden, traditionell sind die Bannerherren und deren Stellvertreter Hochadlige oder zumindest von Stand.


 

3. Kirchliche Kriegsscharen in Weiden

Der Orden vom Bannstrahl Praios'
Ordentlicher Inquisitionsrat der Weidenlande Patras Rowin Arko Welzelbogen
—etwa ein Dutzend Bannstrahler in den Inquisitionstürmen in Trallop und an der Wüstenei

Der Orden zur Wahrung und zur Orkenwehr
Abtmarschall Brin Lirondiyan von Rhodenstein
Erzkanzlerin Sariya von Donnerbach
—etwa 60 Rondra-Geweihte auf Burg Rhodenstein (Baronie Hollerheide) und im Kloster Domina Rondra trans aquae (Baronie Perainenstein)

Der Rondragefällige Orden von Bär und Wolf
Wehrmeister: folgt
Ordensmystikerin Kamala von Neetha
—Zwei Rondra-Geweihte und gut zwei Dutzend Laienritter der Rondra im Wehrtempel Leuentrutz am Sichelstieg

Der Sacer Ordo Draconis
Präzeptor Parinor Goldquell
—etwa ein Halbdutzend Draconiter im Hort Arx Madargentea (Baronie Moosgrund)


 

4. Sonstige Kriegshaufen in Weiden

Der Orden des Donners
Lange Jahre kaum besser als eine gewöhnliche Söldnereinheit wandelt sich der Orden seit 1035 BF. Zwar ist für ihn Krieg weiterhin ein Geschäft, doch sind Ansprüche und Regeln deutlich strenger geworden und Auftraggeber mit zweifelhaftem Ruf haben keine Möglichkeit mehr, Ordensritter anzuwerben. Dies führt zwar zuweilen dazu, dass sie geringer dotierte Angebote vorziehen, aber dieses Opfer nehmen sie gern in Kauf. Die Ordensritter halten sich nun auch wieder an die Zwölf Tugenden der Ritterlichkeit und führen einen größeren Anteil ihrer Gewinne an die Rondrakirche ab. Nicht zuletzt dadurch ist der "Orden der Nachgeborenen", wie er zuweilen genannt wird, wieder zu einer akzeptablen Lösung für viele Adelskinder geworden, die keine Aussicht auf das elterliche Lehen haben.
Schildherrin in Trallop ist Vantessa von Aralzin
—Etwa Vier Dutzend Ordensritter sowie ihre Knappen und Waffenknechte. Stationiert in der Donnerburg in Trallop.

Die
Huscarls
Dabei handelt sich um auf das Haus Binsböckel eingeschworene Kriegsknechte, die von einem Ritter angeführt werden. Ihre Aufgabe umfasst den Leibschutz der Binsböckler und die Bewachung sämtlicher Binsböckel-Güter. Zur Versorgung und Bezahlung der Huscarls und ihrer Angehörigen erhalten sie ein kleines Stück Land, ursprünglich nur in der Baronie Perainenstein, neuerdings verstärkt in der Stadtmark Trallop.
Bannerherr: Tannfried von Binsböckel
—1 Ritter und 1 Rotte Kriegsknechte in Perainenstein und der Bollinger Heide , 1 Ritter und eine Halbe Rotte Kriegsknechte in der Stadtmark Trallop, eine halbe Rotte Huscarls in Nordheim und 3 Kriegsknechte in der Baronie Uhdenwald.

Das Sturmbanner
Grauwolf: Iberius Stardanstein
—knapp 70 Söldlinge, stationiert in Menzheim

Die Schwarzherzen
Bannerführer: Hagen Durenald
—knapp 30 Söldlinge in der Reichsstadt Baliho

Hagendorfs Rauhreiter
Bannerführer: Maquedar Montebar
—knapp zwei Dutzend Söldlinge in der Stadt Nordhag