Firnwan ist das Oberhaupt der Familie Schnewlin und steht dieser als wahrer Patriarch vor. Loyalität, Respekt und Gehorsam fordert er zumindest von den direkten Verwandten.
Er zählt bereits 55 Winter, was man ihm aber nicht ansieht. Manche behaupten, es würde Magie dahinter stecken.
Die Familie Schnewlin hat eine sehr starke Bindung zur Göttin Ifirn. Während des Flößeraufstandes in Beonfirn vor einigen Wochen, ereignete sich ein Wunder der Schwanengleichen, bei dem Firnwan, sein Bruder Farling sowie seine beiden Kinder von der Göttin geschützt und mit göttlicher Macht ausgestattet wurden.
Einige behaupten, die Schnewlins würden sogar von einem von Ifirns Silberschwänen abstammen.
Firnwan war nach dem Fall Borbarads ins Bornland aufgebrochen und hat dort gegen die Eishexe gekämpft. Es gibt viele Geschichte über seine angeblichen Heldentaten, u. a., dass er im Ifirnsrudel gekämpft haben soll. Er galt fast 10 Jahre als verschollen, tauchte aber 1029 plötzlich wieder auf.
Er lebt in einer alten Burgruine – Burg Firnsteyn – im Wintertann in der Baronie Schneehag.
Die Fehde zwischen den Familien Böcklin und Schnewlin ist legendär.
Die Schnewlins sind vor allem bei der einfachen Bevölkerung sehr beliebt.
Das Geschlecht ist schon lange auf dem absteigenden Ast, was vor kurzem in der Entlehnung Elfwid Schnewlins (Aerins Tante) mit dem Edlentum Orkenwacht gipfelte. Seit dem gibt es nur noch Eulenstein und das Junkertum Wintertann mit der Burgruine im Familienbesitz sowie – indirekt – auch Pergelgrund. Ein Umstand, der Firnwan jedoch nicht daran hindert, wie ein Hochadliger aufzutreten und sich auch so zu verhalten. Man sagt der Familie aber immer noch ausgezeichnete Kontakte innerhalb der Heldentrutz nach.
„Gemach, gemach, junger Hainrich. Mich schickt nicht eure Lehnsherrin um darüber zu befinden, ob ihr ihre Güter gut verwaltet. Ich war lange Zeit fern der Heimat und bin noch nicht ganz wieder angekommen. Es verlangte mir danach, meine Familie wiederzusehen. Die neuen“ – sein Blick glitt von Hainrich zu dem kleinen Bogumil – „wie die alten.“ – wobei er auf Hainrichs Schwiegermutter blickte. „Aber gerne könnt ihr mich herumführen und mir alles zeigen. In den letzten Jahren hat sich hier sicher einiges getan. Vielleicht Morgen, wenn es euch nichts ausmacht. Für heute, gönnt einem alten Mann noch ein paar Stundengläser am warmen Feuer.“
„Eigentlich müsste ich beleidigt sein, werter Vetter.“ sagte Fiya. „Wo sind Fiya und Firung? Die beiden sind doch jetzt auch schon erwachsen.“ Das Familienoberhaupt der Schnewlins nickte langsam und bedächtig. „Ja, die beiden sind erwachsen. Und leider kennen sie ihre Heimat nicht, da ich sie so lange davon ferngehalten habe. Für Fiya ist das kein Problem. Sie hat ihr Tun und Trachten schon früh der Schwanengleichen gewidmet. Ihr geht es gut in Beonfirn.
Doch nach dem Aufstand im letzten Jahr und dem was im Tempel geschah, hat sie nur noch selten Zeit für andere Dinge. Firung nimmt andere Aufgaben wahr. In diesen Zeiten gilt es, sich alter Freunde zu erinnern. Das ist im übrigen….“ Er hielt inne, als die Tür sich öffnete und die hübsche Magd Birsel wieder herein kam. Hainrich hatte bereits vorhin bemerkt, mit welchen Blicken der alte Schnewlin das junge Mädchen bedacht hatte. Und auch jetzt machte er keinen Hehl daraus, dass ihm die Kleine gut gefiel. Die Magd stellte das Tablett auf den Tisch, machte artig einen kleinen Knicks und sagte schüchtern „Bitte sehr, Hoher Herr. Möge es wohl munden.“ Firnwan lächelte freundlich „Wie könnte etwas aus so schönen Händen, nicht munden. Ich bin sicher, wie ein Fürst zu speisen, wenn ich dabei an euer bezauberndes Antlitz denke.“ Nun wurde die hübsche Birsel doch verlegen und leichte Röte stieg ihr ins Gesicht. Schnelle knickste sie wieder „Habt Dank für die schönen Worte, Hoher Herr.“ Sagte sie schnell, drehte sich um und verließ den Raum. Firnwan blickte ihr nach „Hmm, hübsches Kind“. Er brach ein Stück Brot ab ließt dies in seinem Mund verschwinden. „Wo war ich stehengeblieben? Nun, ich gebe zu, dass ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden habe, als ich kam. Sicher ist es auch bis hierhin vorgedrungen, welch große Gnade die Schwanengleiche uns Schnewlins in Beonfirn zugedacht hat. Und eben deshalb sind wir in der Pflicht, diesen elenden Frevler Falber zur Strecke zu bringen. Nun hat mich Nachricht aus der Baronie Wolfenbinge erreicht, wo diese verlorene Seele mit seinen Schergen für Unheil sorgt. Man hat offenbar herausgefunden, wo und wann er als nächstes zuschlagen wird.“ Firnwans Mund umspielte ein Lächeln „Wie der Jäger den Hirsch an der Quelle trifft, werden wir Falber dort Stellen. Baron Rondrian von Blauenburg hat die Rolle der Schnewlins in Beonfirn nicht vergessen und ersucht uns um Hilfe. Und im Namen Ifirns, stehen wir in der Pflicht.“ Er machte eine kurze Pause und ließ den Blick über die Anwesenden schweifen „Ich brauche die Schwerter Pergelgrunds und zwar so schnell wie möglich.“