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Die Anfänge
Die Geschichte der Feljaten verliert sich immer wieder im Dunkel der Vergangenheit. Eine alte, stark mitgenommene Familienchronik, die von der Familie wie ein Schatz gehütet wird, beginnt mit der Erzählung von einem Haus auf dem Katzenstein. Der Name Feljaten soll aus dem Isdira stammen und „Katzenstein“ bedeuten.
Konkrete Anhaltspunkte wie Ort, Datum oder bekannte Namen aus der Historie liefert die Chronik jedoch nicht. Über viele Generationen waren die Feljaten als fahrende Ritter im Raulschen Reich tätig.
Zurück in die Heimat
1016 BF verschlug es Manborn und Rondrana von Feljaten nach Weiden. Zurück in der alten Heimat dienten sie verschiedenen Weidener Baronen als Dienstritter und bemühten sich, in den Wirren jener Jahre rechtschaffen ihren Platz zu finden.
Die Feljaten galten als rondratreu und herzogentreu, doch waren sie keine Freunde höfischer Ränke. Sie hielten zum Hause Löwenhaupt, ohne sich selbst als große Spieler in den Intrigen des Landes zu verstehen. Bei Manborns plumper und ungestümer Art war es ohnehin nicht immer leicht, sich aus solchen Dingen herauszuhalten.
Unruhige Zeiten
Als ihr Sohn Rondril 1020 BF das Licht der Welt erblickte, stritt Manborn bereits für die Sache des Herzogshauses. Während der Weidener Unruhen von 1021 bis 1022 BF standen die Feljaten an der Seite Walpurgas von Löwenhaupt. Diese beendete den Konflikt am 15. Tsa 1022 BF durch ein Rondraurteil und tötete den Usurpator Baeromar von Geltring-Weiden.
Nach Jahren des Dienstes kehrte Manborn Ende 1022 BF an die Seite seiner Frau zurück. Die Treue der Feljaten zum Herzogshaus und ihr Einsatz in unruhiger Zeit blieben nicht unbemerkt. Die Familie erhielt das heruntergewirtschaftete Rittergut Kaltenforst westlich von Nordhag zum Lehen. Bis dahin hatte das Gut unter der Verwaltung des damaligen Barons von Nordhag, Rondralrik von der Tann, gestanden.
Rondranas kluges und bedachtes Vorgehen sowie Manborns Geschick mit den Waffen halfen der Ortschaft, rasch wieder auf die Beine zu kommen.
Ein zerbrochener Mann
1024 BF verstarb Rondrana im Kindbett bei der Geburt ihrer Tochter Aleria. Dieses Ereignis machte Manborn zu einem ruhigen, nachdenklichen, aber auch verbitterten Mann. Seine Aufmerksamkeit widmete er fortan vor allem seinem Sohn Rondril, stets mit dem Ziel vor Augen, dass dieser ihn eines Tages beerben sollte.
Seine Tochter überließ Manborn der Obhut seines Jagdverwesers. Dessen Tochter Findane nahm sich des Kindes an.
Im Vierten Orkensturm evakuierte Manborn das Gut Kaltenforst sowie einige Bauernhöfe auf dem Weg zur Stadt Nordhag. 1026 BF stand er mit auf deren Mauern, als die Orks die Stadt belagerten.
Mit elf Jahren schickte Manborn seinen Sohn Rondril als Knappen zu einer befreundeten Familie nach Greifenfurt. Durch vorsichtiges und überlegtes Handeln überstand die Familie die Amtszeit Alarwin Graugenwerls in Nordhag.
Als nach dessen Verbannung die Streitereien um die Baronskrone begannen, blieb Manborn zunächst neutral und hielt sich aus den Ränkespielen der hohen Häuser heraus.
Zu ihrem sechsten Geburtstag gab Manborn seine Tochter Aleria in die Pagenschaft zu Bärwulf vom Blautann. Im Anschluss an diese Ausbildung ließ er seine Tochter ohne Abschiedsgruß auf den Rhodenstein bringen, wo sie eine Ausbildung zur Geweihten Rondras beginnen sollte.
Als Leudane von Finsterkamm der Baronsreif Nordhags zugesprochen wurde, die Stadt Nordhag ihr zunächst jedoch den Zugang zur Nôrrburg verwehrte, unterstützte Manborn die neue rechtmäßige Baronin so gut es ging, blieb dabei aber mit Bedacht im Hintergrund.
Nach seiner Schwertleite kehrte Rondril nach Weiden zurück und besuchte als Erstes seine kleine Schwester, mit der er über die Jahre einen innigen Briefwechsel gepflegt hatte. Im Anschluss wurde er auf dem elterlichen Gut freudig empfangen. In den folgenden Jahren besuchte Rondril seine Schwester, wann immer es ihm möglich war, oder begleitete sie während ihrer Ausbildung bei der einen oder anderen Queste ihres Geweihten. So berichtete er dem Vater von den Fortschritten der Schwester, während Aleria ihrerseits neugierig auf den Vater blieb, der ihr selbst so fern war.
Und plötzlich Erbin
1045 BF häuften sich die Meldungen von Räubern und anderem lichtscheuen Gesindel in der Gegend um das Lehen. Mitte Rahja versammelten Manborn und Rondril einige Getreue, um dem Treiben ein Ende zu machen, nachdem auf den Viehweiden immer wieder Tiere verschwunden waren.
Rondril fiel bei diesem Versuch. Manborn wurde schwer verwundet nach Kaltenforst zurückgebracht und starb wenig später. Auf dem Sterbebett bereute er den Bruch mit seiner Tochter und bestimmte Aleria zu seiner Erbin.
Boten wurden zum Rhodenstein entsandt, um Aleria nach Hause zu holen.
Neueaufbau des Hauses
Mit Aleria Rondralieb von Feljaten steht seit Praios 1046 BF eine junge Ritterin an der Spitze des kleinen Hauses. Sie kehrte vom Rhodenstein nach Kaltenforst zurück, um das Erbe ihres Vaters und ihres Bruders anzutreten. Ihre Ausbildung zur Geweihten Rondras brach sie kurz vor der Weihe ab, nicht aus mangelndem Glauben, sondern aus Pflicht gegenüber ihrer Familie.
Aleria bemüht sich seither, das Haus Feljaten nach den schweren Verlusten des Jahres 1045 BF neu aufzurichten. Dabei steht ihr Balder von Feljaten, ihr Oheim, als Verwalter, Chronist und väterlicher Ratgeber zur Seite. Auch die alten Getreuen des Gutes halten zur jungen Herrin, die in der Nordhager Börde den Ruf genießt, Schwierigkeiten anzugehen und, wo es ihr möglich ist, selbst anzupacken.
Unter Alerias Führung zeigt sich das Haus Feljaten weiterhin rondratreu, herzogentreu und eng mit der Baronie Nordhag verbunden. Zugleich versucht die junge Ritterin, Kaltenforst nicht nur zu bewahren, sondern behutsam zu stärken.
Im Ingerimm 1046 BF vermählte sich Aleria im Rondrabund mit Wilfing Korhardt von Eisegraîn, dem Ritter von Frônach. Durch diese Verbindung rückten die benachbarten Güter Kaltenforst und Frônach enger zusammen. Für das kleine Haus Feljaten bedeutet diese Ehe nicht nur persönlichen Rückhalt für seine junge Herrin, sondern auch eine Festigung seiner Stellung in der südlichen Nordhager Börde.
Familienmitglieder
- Manborn von Feljaten (994 – 1045 BF)
- Rondrana von Feljaten (Boronstag 15. Rondra 1024 BF)
- Rondril von Feljaten (1020 – 1045 BF)
- Aleria Rondralieb von Feljaten (Tsatag 15. Rondra 1024 BF)
- Balder von Feljaten (Tsatag 985 BF)
- Wilfing von Eisegraîn (Tsatag 18. Travia 1024 BF)
