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Familie Waldfarnen - Die Dienstbaren
Die Waldfarnens wirken im Reigen der übrigen Hollerheider Geschlechter ein wenig absonderlich. Zwar sind die ritterlichen Traditionen und das dazugehörige Selbstverständnis auch ihnen in die Wiege gelegt. Doch eingedenk ihrer Stammmutter gesellt sich ein – für Weiden – ungewöhnlich praiosgefälliges Selbstbild hinzu. Ahnin Favonia, wie die Waldfarnens ihre Gründerin voller Achtung nennen, errang ihren Stand indem sie rondrianische mit praionischen Tugenden verband und darüber hinaus, weil sie ihren Dienst stets vorbildlich erfüllt hat. Diesem Vorbild nachzueifern ist jedem Waldfarnen heilige Pflicht und die Worte Fide et servicio sind Ausdruck dieses Selbstverständnisses.
Dennoch sind sie keine unterwürfigen Diener, sondern versehen ihren Dienst mit stolzer Würde, dezenter Grazie und dem Ehrgeiz, durch ihr Beispiel sich selbst, ihre Herrschaft, aber auch ihren Stand zu ehren. Den meisten Waldfarnens ist ein Talent und häufig auch eine gewisse Leidenschaft für verwalterische Tugenden zueigen. Nachgerade sprichwörtlich ist aber ihre Zufriedenheit mit dem, was ihnen in die Wiege gelegt wurde. Nur sehr selten strebt einer der Ihren nach Höherem, in der Regel folgen sie glücklich und zufrieden den für sie vorgesehenen Pfaden. Folgerichtig erwachsen dem Geschlecht nur gelegentlich Kinder, die den rondrianischen Tugenden in höherem Maß zugetan sind, oder solche, die es ähnlich mit den praioranischen halten. Erstere werden dann geschätzte Dienstritter, während zweitere sich häufig der Jurisprudenz zuwenden. Denn Geweihte bringt die Familie so gut wie nie hervor.
Stammsitz:
Rittergut Kleinwiesloch in der Baronie Hollerheide, Grafschaft Bärwalde. Gelegen in der Mitte der Baronie, zwischen Löwenreite im Norden und Grauweiler mit Distelstein im Süden.
Herzbaum:
Vogelbeere (Eberesche)
Schutzpatron:
Rondra & Praios
Einfluss:
Gering
Zusammenhalt:
stabil
Lehen und Besitzungen:
Rittergut Kleinwiesloch
Familiengeschichte
So unpopulär es in Weiden auch ist, die Familie Waldfarnen hält nicht hinter dem Berg damit, dass sie während der Zeit der Priesterkaiser in den Adelsrang erhoben wurde. Um 350 BF herum wurde Favonia Lohgar für herausragende Leistungen im Dienst eines Gesandten Eudos II von Salthel, Herzogen-Wahrer vom Pandlaril, in den Stand einer Ritterin erhoben. Aus der Ernennungsukunde, die die Familie nach wie vor sorgsam hütet, geht hervor, dass „… derre Frauwen Favonia Lohgar, die da als Leybwache in Lohn unt Brot stand, kühlen Mutes blieb, als überall war Wut unt Zwist unt hat schirmt ihren Herren Ulfolf mit sich’rer Glefe unt hat walten lassen grosz Gerechtigkeit gegen das gemeine Volk unt nit dreingedroschen, wie allewîl die anner‘n Wachen.“
Favonia erwählte sich den Adelsnamen Waldfarnen, denn in der Nacht vor ihrem Ritterschlag waren es silbern im Mond glänzende Farnwedel, die ihr besonders ins Auge fielen. Dieses Bild: ein nächtlicher Wald und die silbernen Farnwedel erkor sie zudem zu ihrem Wappen. Als Ritterin Favonia von Waldfarnen erhielt sie ein unterdessen verwaistes Gut im Zentrum der Hollerheide zum Lehen.
472 BF war Perjun von Waldfarnen Ritter auf Kleinwiesloch und zudem Haushofmeister der letzten Lichtbaronin der Hollerheide. Er verweste das Lehen gut und treulich in den sechs Jahren, die der Baronsthron verwaist blieb und wurde er von Kaiser Rohal dem Weisen als Vogt der Hollerheide bestätigt.
Als die Hollerheide zwischen 478 BF und 601 BF zum zweiten Mal in ihrer Geschichte eine Albernierin auf dem Thron sah, traten die Waldfarnens einen Schritt zurück. Perjun widmete sich dem eigenen Gut, seiner Familie und begründete eine bis heute bestehende, geachtete Zucht von Hollerschnucken, die ihm bescheidenen Wohlstand einbrachte.
632 BF bestieg Undra von Weiden den Distelthron und mit dem Haus Weiden kehrten auch die Waldfarnens in altbekannter Rolle auf den Distelstein zurück. Wie ehedem stellten sie mit Leutild Tullia von Waldfarnen die Haushofmeisterin.
Bis 1008 BF dienten die Waldfarnens den Baronen und Baroninnen aus dem Haus Weiden und sie setzten diesen Dienst auch 1009 BF fort, als Tobor von Weiden-Harlburg den Distelthron als Baron bestieg. Haushofmeister dieser Zeit war Odolaus Tadius von Waldfarnen und die ruhige, würdevolle Art, in der er die Bestattung der alten und die Inthronisierung des neuen Barons begleitete, brachte ihm hohe Achtung ein. Er starb 1021 BF an gebrochenem Herzen, als er vom Verrat der Silberfalken vor Ysilia erfuhr und vom Tod seine inniglich geliebten, erstgeborenen Tochter Urigund, die eine leidenschaftliche Ritterin von tadellosem Ruf war. Baron Tobor berief Torfridur Egnatius von Waldfarnen, den Zweitgeborenen Odolaus‘ in seine Dienste. Dieser dient inzwischen dem Sohn Tobors und aktuell amtierenden Baron der Hollerheide in gewohnter Würde und hat seine Tochter Remigia Walpurga von Waldfarnen bestens darauf vorbereitet, dereinst in seine Fußstapfen zu treten.
Familienangehörige
Lebende:
- Torfridur Egnatius von Waldfarnen (*984 BF) Ritter und ab 1021 BF Haushofmeister auf dem Distelstein, Gemahlin XXX.
- Remigia Walpurga von Waldfarnen (*1006 BF), Erstgeborene, Ritterin & Verwalterin, vermählt mit Wolfhelm vom Blautann (*1005 BF, Dorfvogt von Weißengrat)
- Torfrieda Walbirg von Waldfarnen (*1031 BF)
- Perjun Finglan von Waldfarnen (*1034 BF)
- Elwerth Hadulin von Waldfarnen (*1011 BF), Zweitgeborener, Knappe in Baliho, diente bei der Wagenschlacht von Baliho (1026 BF) und ist seit seinen dortigen, furchtbaren Erlebnissen, menschenscheu. Er hat die Schwertleite nicht erfahren, ist aber ein solider Kämpfer (Edelknecht)
- Remigia Walpurga von Waldfarnen (*1006 BF), Erstgeborene, Ritterin & Verwalterin, vermählt mit Wolfhelm vom Blautann (*1005 BF, Dorfvogt von Weißengrat)
- Pinarius Löwhold von Waldfarnen (*986 BF) Ritter, jüngerer Bruder Torfridurs, Gemahlin XXX.
- Udilgorn Virius von Waldfarnen (*1007 BF), Ritter & Verwalter, vermählt mit Nianrella von Nimerfro (*1003 BF), Ritterin von Bärntal in Gräflich Espen (Baliho)
- XXX von Nimerfro (* BF)
- XXX von Waldfarnen (* BF)
- Udilgorn Virius von Waldfarnen (*1007 BF), Ritter & Verwalter, vermählt mit Nianrella von Nimerfro (*1003 BF), Ritterin von Bärntal in Gräflich Espen (Baliho)
- Leantide Silvana von Waldfarnen (*1009 BF) vermählt mit Ortwin von Hartungen-Düsterfurt: (*1005 BF, Ritter der Finsterwacht, 1027-1032 BF Ritter von Bernstein)
- Giselhold Salvius von Hartungen-Düsterfurt (*1027 BF, Ritter)
- Rechhilde Fadia von Waldfarnen (*1030 BF)
Hennya Rosaria von Hartungen-Düsterfurt (*1032 BF)
- Alfinai Justinia von Waldfarnen (*989 BF) Hofdame am Bärwaldener Grafenhof, verstand sich gut mit Walderia und teilte deren Leidenschaft für Weidener Geschichte, Gemahl XXX. Lebt derweil als Verwalterin auf Kleinwiesloch.
- xxx von Waldfarnen (*10xx BF)
- xxx von Waldfarnen (*10xx BF)
