Ort: Grafschaften Baliho und Sichelwacht
Ausdehnung: Östlicher Teil der Grafschaft  Baliho, südöstlicher Teil der Grafschaft Sichelwacht
Anrainerbaronien: Grafschaft Baliho: Böckelsdorf,  Bollinger Heide, Gräflich Espen, Kornfelden, Pfalzgrafschaft Sichelgau, Rotenwasser,  Zippeldinge; Grafschaft Sichelwacht: Gräflich Salthel, Ingerimms Steg, Schroffenfels
Art des Gebirges: Schiefergebirge
Höchster Berg: Sokramurs Haupt (2.600 Schritt)
Weitere bekannte Berge in Weiden: Aarenfels (2.000 Schritt) in der Baronie Böckelsdorf, Eiskogel/Naira Irkuch (2.500 Schritt), Klirrfrostspitze/Naira Nagachti (2.200 Schritt), Kurimskrone/Naira Kurim (2.300 Schritt), Zippelstein (2.000 Schritt) und Hirschsprung (1.900 Schritt) in Gräflich Zippeldinge, Grimmstein (1.900 Schritt), Kargstein (1.700 Schritt), Silberrücken (1.700 Schritt) und Wolfshaupt (1.500 Schritt) in Gräflich Salthel, Runkelklippe (2.500 Schritt) in der Pfalzgrafschaft Sichelgau sowie der Höhenzug Sokramurs Klaue in der Baronie Rotenwasser und Gräflich Espen (siehe weiter unten in diesem Beitrag).
Bekannte Pässe: Aarenstieg, Golderhelds Steige, Sichelstieg
Besonderheiten: Durum Lorgolosch, Hängender Gletscher


Die Schwarze Sichel liegt im Osten des Herzogtums, ihre Gipfel bilden somit die Grenze zwischen zwischen Weiden und Tobrien. Von hier aus sendet Efferd die Tobrische Brise über das Land. Für ein so entlegenes Gebirge hat sie eine recht bewegte Geschichte, so lag hier die Binge Raxhall, die den Zwergen aus Brogars Sippe als Heimstatt diente, bis sie um 64 v.BF von einem Ogerheer belagert wurde und verlassen werden musste.

Heute dringen über versteckte Pässe immer wieder Schergen des Dunklen Herzogs Arngrimm nach Weiden vor und manchmal gelingt es ihnen sogar, eine der alten Festen an den Graten der Sichel zu besetzen. So geschehen bei der Festung Nalgardis, die 1026 BF an die Transysilier fiel und erst 1035 BF befreit werden konnte. Burg Aarenstein, eine Ordensfestung des Ordens der Schwerter, wurde 1034 BF von Schwarzen Rittern erobert und erst ein Heerzug der Balihoer Gräfin Ardariel Nordfalk im Jahre 1043 BF konnte sie befreien.

Sokramurs Klaue

Ort: Grafschaft Baliho
Ausdehnung: Im Nordosten der Grafschaft 
Anrainerbaronien: Gräflich Espen, Rotenwasser, Kornfelden
Art des Gebirges: Schiefergebirge
Höchster Berg: Wisunga (2.000 Schritt) in Gräflich Espen
Weitere prominente Berge: Hraigar (1.000 Schritt) und Kalawen (1.700 Schritt) in der Baronie Rotenwasser sowie Wittkopp (1.500 Schritt) in Gräflich Espen.
Besonderheiten: Rotenbronn, Wisunga


Sokramurs Klaue ist ein zur Schwarzen Sichel gehörender, dieser aber vorgeschobener Gebirgszug von annähernd runder Form. Wie die Sichel ist die Klaue ein Schiefergebirge. Jäh und schroff erhebt es sich aus dem dichten Waldland Ostbalihos und bis auf den heutigen Tag ist es dem Menschen nicht gelungen, Bergen und Tälern seine Herrschaft ganz und gar aufzuzwingen. Zwar führen einige Wege - wie der Röderstrak in Rotenwasser - hindurch. Sie zu beschreiten ist jedoch eine gefährliche Angelegenheit, die im Winter meist ganz und gar unmöglich ist. So ist der Mensch hier zwar vertreten, aber er kämpf beinahe pausenlos mit den Unbilden des schroffen Gebirgszugs und muss häufiger als anderswo in Baliho eine Niederlage einstecken. Davon künden zahlreiche Ruinen und manch' unbezeichnetes Grabmal.

Sokramurs Klaue eilt demnach der Ruf voraus, unheimlich und todbringend zu sein. Dies liegt jedoch nicht nur an dem Gebirgszug selbst, sondern auch an einigen seiner Bewohner, von denen Harpyien nur eine (geringere) Gefahr sind. Auch der Umstand, dass einer der eher zentral gelegenen Berge ein nach wie vor aktiver Vulkan ist, schüchtert die Menschen ein. Vor allem aber das weitverbreitete Gerücht, Yolana von den Rotwassern, eine böse Hexe, lebe und wirke vornehmlich auf Wisunga, einem Berg im Nordosten Espens an dessen Flanke sich zudem ein unheimliches Geisterdorf schmiegen soll. In Rotenwasser gilt unter anderem die Nordseite des Kalawan (alt.gar. für Kahlkopf) als verflucht und von Ruine Sokurin am Hraigar gibt es wenig besseres zu berichten.

Nichtsdestotrotz wohnen schon seit grauer Vorzeit Menschen hier, um den Bergen ihre Schätze - Tonschiefer, Grauwacken, Gneis und Quarzit - abzuringen, Schafe und Ziegen auf Almen zu treiben oder Fisch in klaren Gebirgseen zu fangen. Neben einigen Dörfern, deren Bewohner im Tal als eigenbrötlerisch und verschlossen gelten, liegt auch so mancher Adelssitz hier. Auf dem in Espen gelgenen Berg Wittkopp liegt der Stammsitz der Familie Falkenstein. Am Hraigar in Rotenwasser erhebt sich hingegen Burg Rotfels, Stammsitz der streitlustigen Familie Hölderlingen.

Weitere Bergnamen:
Wisunga (Gräfl. Espen)
Wittkopp (Gräfl. Espen)
Klat (Rotenwasser)
Hraigar (alt.gar.: Reiherberg, Rotenwasser)
Raudaz (Rotenwasser)
Kalawen (alt.gar. Kahlkopf, Rotenwasser)