| Titel: | Ritter |
| Lehen: | Keines |
| Kurzprofil: | *1019 BF, 185 Halbfinger, kurzes, dunkelbraunes Haar, Dreitagebart, misstrauischer Blick aus blauen Augen, markante Nase und Kinnpartie, wirkt oft verschlossen bis abweisend; Durchschnittlicher Kämpfer und Adelsmann, vorsichtig im Umgang mit Fremden, aber herzlich und fürsorglich zu Freunden, bei Ehrverletzungen sehr aufbrausend und aggressiv, strebt ersichtlich nach Anerkennung und Zugehörigkeit. |
| Verwendung: | Folgt |
NAMEN & TITEL
• Vollständiger Name
Algirdas Davorin von Stockach
• Geburtsname
Siehe oben
• Titel
Ritter, Euer Wohlgeboren
• Lehen
Keines
• Ämter
Dienstritter am Hof des Barons von Rotenforst
WICHTIGE DATEN
• Tsatag
11. Ingerimm 1019 BF
• Rondratag
5. Rondra 1040 BF / Schwertleite
• Traviatag
Folgt
• Borontag
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FAMILIENBANDE
• Eltern
Fredemin von Stockach (993 bis Rahja 1039 BF / in der Schlacht von Mendena gefallen),
der Name des Vaters (siehe MI) war lange völlig unbekannt und hat sich nach wie vor nicht einmal in der Sichelwacht herumgesprochen --- vor allem, weil Algirdas das nicht will.
• Geschwister
Algirdas ist aus einem zwanglosen Techtelmechtel Fredmins in jungen Jahren hervorgegangen, einen Traviabund hat die stolze Rittfrau danach nie geschlossen und auch keine weiteren Kinder bekommen.
• Ehegatte
Keiner
• Kinder
Keine
AUSSEHEN & AUFTRETEN
• Beschreibung
Algirdas ist 185 Halbfinger groß und eher drahtig als stabil gebaut. Er hat dunkelbraunes, recht störrisches Haar, das sich Versuchen, es ordentlich zu frisieren, zumeist standhaft widersetzt. Deshalb lässt er es auch nicht wachsen, sondern hält es praktisch kurz. Die Augen des Stockachers sind blau, die Nase ist markant, Unterkiefer und Kinn sind scharf geschnitten --- alles Eigenheiten, die er mit seinem Vater teilt, weshalb vielen ein Verdacht kommt, wenn die beiden nebeneinander stehen (zu Algirdas Ungemach).
Der Stockacher dient heute zwar in Rotenforst, ist aber in Drachenstein aufgewachsen. Er hat seine Zeit als Page und Knappe am dortigen Baronshof bei Sindaja von Silkenau und deren Gemahl Haldoran von Friggenhaupt verbracht, Letzterer war auch sein Schwertvater. Seiner Herrschaft hat der junge Mann nicht nur erlesene Manieren und eine gehörige Portion Standesbewusstsein, sondern auch einen tiefen Glauben an die Herrin Travia zu verdanken, die an seinem neuen Dienstort allerdings niemand mit ihm teilt.
Algirdas könnte ein mustergültiger Ritter und Adelsmann sein, wäre er nicht aufbrausend und leicht reizbar. Als Bastard ist er außerhalb seines sicheren Hafens in Lonatfurt immer wieder auf Ablehnung und Geringschätzung gestoßen und kann mit beidem nicht umgehen. Die Erfahrungen der Vergangenheit haben dazu geführt, dass er heute auch hinter ungeschickten, an sich aber nicht böse gemeinten Bemerkungen Angriffe auf seine Mutter, sich selbst oder auf seine Ehre wittert. In seinem Bestreben, all das zu schützen und verteidigen, schießt er öfter mal deutlich übers Ziel hinaus.
• Aventurische Informationen
Durch ihre ungewollte Schwangerschaft hat Algirdas' Mutter nicht nur ihre Anstellung als Dienstritterin am Hof des Markverwesers Ralmir von Zornbrecht-Hauberach verloren, sondern auch ihre Familie. Sie selbst wusste, wer der Vater ist, gab den Namen aber aus einer Vielzahl von Gründen nicht preis. Dazu gehört, wie viele richtig vermuten, dass die Familie Rauheneck einen schlechten Leumund hat und mit den Geboten der Herrin Travia auf dem Kriegsfuß steht --- was sie für den strenggläubigen Patriarchen der Familie Stockach untragbar macht und wohl zum endgültigen Bruch geführt hätte. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Vater des Sohns seinerzeit noch minderjährig war und als Knappe am Hof in Salthel diente. Er hätte seinen Aufgaben also kaum gerecht werden können und das Ganze hätte auch ein denkbar schlechtes Licht auf die deutlich ältere, bereits etablierte Ritterin Fredemin geworfen.
Nach einer Weile des haltlosen Treibens durch die Sichelwacht fand die Stockacherin eine Anstellung am Hof von Baronin Sindaja von Silkenau, deren Glaube ihr aufgab, einer entwurzelten Mutter mit kleinem Kind, ohne Gemahl und ohne Auskommen unter die Arme zu greifen, statt ihr Vorwürfe zu machen oder sie mit Schimpf und Schande zu überziehen, wie es viele Standesgenossen taten. Sindaja akzeptierte, dass Fredemin den Namen des Vaters nicht preisgeben wollte, und nahm Algirdas später ganz vorurteilsfrei als Pagen bei sich am Hof auf. In seiner Dienstzeit dort wuchs der Junge auch ihrem Gatten Haldoran ans Herz, sodass er ihn als Knappen annahm, als die Zeit dafür gekommen war. Neben viel Druck und Ablehnung von außen und von Fredemins Familie hat Algirdas in seiner Kindheit und Jugend also auch viel Güte und Entgegenkommen erfahren.
• Stärken
Der Stockacher hat beim Baronspaar von Drachenstein eine grundsolide Ausbildung erhalten: Er ist ein fähiger Kämpfer, der sich in Etikette und Heraldik gut auskennt, für sein Alter erstaunlich sicher auf dem Adelsparkett bewegt und die Tugenden der Herrin Rondra (Ehre/Tapferkeit/Verantwortung) und Travia (Fürsorge/Treue/Verlässlichkeit) hochhält wie kaum jemand sonst in Rotenforst. Außerdem neigt nicht dazu, in Krisen den Kopf zu verlieren, sondern bewältigt diese meist wenigstens ansatzweise gelassen und geht gestärkt daraus hervor. Hinter seiner harten Schale verbirgt sich ein weicher, gütiger Kern.
• Schwächen
Das Selbstwertgefühl des jungen Stockachers ist ziemlich fragil. Das führt nicht nur zu dem unbedingten Drang, sich selbst und anderen in jeder nur erdenklichen Lebenslage seinen Wert zu beweisen, sondern auch dazu, dass er schnell aus der Bahn geworfen wird, wenn er es mit Geringschätzung, Ablehnung, (tatsächlichen oder eingebildeten) Ehrverletzungen oder allzu harscher Kritik zu tun bekommt. In solchen Situationen reagiert er meist aufbrausend und aggressiv, auf jeden Fall aber nicht souverän. Dem liegt natürlich ein tiefes Bedürfnis nach Anerkennung und Zugehörigkeit zugrunde.
HINTERGRÜNDE
• Gottheit
Rondra, Travia
• Meisterinfos
Kurz nach dem Tod seiner Mutter --- konkret: im Rondra 1040 BF --- forderte Algirdas eine Anstellung als Dienstritter beim Baron von Rotenforst, Widderich von Rauheneck, ein. Damit entsprach er dem letzten Willen Fredemins, die für den Fall ihres Ablebens auf dem "Zug der Herzöge" gen Mendena zwei Briefe bei Baronin Sindaja hinterlegt hatte: einen für ihren Sohn und einen für dessen Vater. Widderichs Identität hatte die Stockacherin bis dahin aus vielen Gründen geheimgehalten, auch vor ihrem Sohn, mit dem sie erst darüber sprechen wollte, wenn er alt und reif genug ist, sprich: nach der Schwertleite, die sie nur leider nicht mehr erlebte. Fredemin wünschte sich dringend Familienanschluss für ihren Sohn, sollte sie selbst nicht mehr da sein. Sie wusste, dass er bei ihrem eigenen Geschlecht auf Granit beißen würde und nahm daher das des Vaters in die Pflicht.
Der rauheneckschen Tradition entsprechend ließ sich Widderich klaglos auf das Arrangement ein. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist aber nach wie vor angespannt, weil Algirdas eine Menge Zorn, Enttäuschung und Schmerz mit sich herumträgt und für all das nicht zuletzt seinen "Erzeuger" verantwortlich macht, der seiner Meinung nach viel zu spät in sein Leben getreten ist. Auch Jahre nach dem ersten Kennenlernen lässt er den Rauheneck nur sehr widerwillig an sich heran und schlägt das Angebot einer Anerkennung bislang kategorisch aus, obwohl ihn das vom unliebsamen Status des "Bastards" erlösen würde.
BRIEFSPIEL
• Verwendung
Folgt
• Spieler
nics
• Eindruck gefällig?
Vater und Sohn, Das Leiden des jungen Ritters