Grafschaft: Heldentrutz
Baronie: Nordhag
Gutsherr: Junker Trautmann von Gugelforst
Wappen: Einst goldgefasster, weißer Schild, belegt mit einem Schwert, gegenwärtig keines mehr
Einwohner: In etwa 80
Orte: Burg Lichtwacht, zwei Wehrhöfe
Tempel: Kapelle des Praios
Garnison: Das Waffengefolge des Junkers, eine Hand Heldentrutzer Bergschützen
Landschaft: Das Lehen liegt auf einem Ausläufer des Finsterkamms, zwischen den Flüssen Kaltwasser und Düsterbach, und wird vom Schattenforst bedeckt, rahjawärts von den Lechminskuppen begrenzt.
Wege: Trampelpfad über Grauwald in Richtung der Stadt Nordhag
Besonderheiten: Gut der Finsterwacht, ehemalige Ordensburg der Bannstrahler, "Giftschrank" zur Zeit der Herzogenwahrer von Weiden, Sumpf Makkeblink mit dem Heiligtum Mackawandt


Beschreibung:
Das Junkergut Lichtwacht ist eines der Lehen der Finsterwacht. Es liegt im Schatten des Finsterkamms und beschränkt sich dabei auf die gleichnamige Burganlage, zwei Wehrhöfe unweit davon und das bergige, gänzlich vom Schattenforst bedeckte Umland derselben. Als Grenzen des Junkerguts gelten dabei die beiden Flüsse Kaltwasser (firunwärts) und Düsterbach (praioswärts), der Sumpf Makkeblink (efferdwärts), die Lechminskuppen, sowie die Rittergüter Düsterbach und Kaltenforst (rahjawärts).
Bis auf das unmittelbare Umfeld der Burg und der Wehrhöfe ist das gesamte Lehen von Wald bedeckt - je nach Höhenlage in seiner Dichtheit variierend - und wurde niemals einer menschlichen Urbarmachung unterworfen. Demnach werden weite Teile des Lehens von den menschlichen Bewohnern gemieden. Welche Schrecken und Gefahren sich tief in den dunklen Wäldern der Hänge des Finsterkamms befinden, ist unbekannt, doch scheint man um den Sumpf Makkeblink - ein Ort, der als Heiligtum für die Götter Mada, Satuaria und Tairach gilt - einen besonders großen Bogen zu machen.


Land und Leute:

Die Menschen Lichtwachts sind beinahe gänzlich unfrei und dem Junker gegenüber fronpflichtig. Da die Lande erst vor wenigen Jahren wieder besiedelt wurden, gibt es auch keine alt-eingesessenen Bewohner. Die Familien wurden im Zuge des Wiederaufbaus aus Weidenhag, Reichsend und Nordhag hier angesiedelt und bewohnen vor allem zwei neu errichtete Wehrhöfe nahe der Burg Lichtwacht. Trotz des relativ kurzen Zusammenlebens haben sich in dieser unwirtlichen Gegend bereits enge Beziehungen und Bündnisse zwischen den hartgesottenen Menschen gebildet.


Geschichtsfetzen:

Von den weidener Herzogenwahrern in Auftrag gegeben, befand sich innerhalb der Wehranlage Arx Luxvigilantia (Bosp. Burg der Lichtwacht), des Ordens vom Bannstrahl, im Schatten des Finsterkamms, einst der ´Giftschrank´ der Weidener Lande. In die hiesigen Kammern wurden zu Zeiten der Herzogenwahrer - in den Augen der Praioskirche - gefährliche Artefakte, Schriften oder auch geweihte Gegenstände Rondras verbracht. Der Standort der Burg bezieht sich dabei wohl auf das Wirken und Aufzeichnungen der Heiligen Lechmin, die auf ihrem Weg ins Orkland die Lande des heutigen Gutes bereiste und auch über das hiesige Mada-Heiligtum Mackwandt schrieb. Die Wacht über den Spiegelsee, der den Orks und den Hexen gleichermaßen als heilige Stätte und Ritualplatz diente, schien eine der Aufgaben der Wehranlage zu sein.
Über die Jahrhunderte nach dem Fall der Priesterkaiser wurde dieser einst so wichtige Standort vergessen. Erst im Zuge der Wiedererrichtung der Finsterwacht 1021 - 1028 BF wurde man  wieder auf die, inzwischen zur Ruine verkommene und zu einem großen Teil überwucherte Anlage aufmerksam, ließ sie jedoch als ´toter Turm´ unberührt.
Nachdem Burg Lichtwacht 1039 BF von einer unheiligen Präsenz befreit wurde, zog mit Trautmann von Gugelforst wieder ein Burgherr in die uralten und stark in Mitleidenschaft gezogenen Gemäuer ein. Mit ihm wurden eine Hand voll Familien Leibeigener in zwei errichteten Wehrhöfen angesiedelt, die ihm der Graf und seine Cousine zur Verfügung stellten, um die Versorgung des Junkers und seines Gefolges sicherzustellen. Ziel war es, Burg Lichtwacht wieder zu einem Bollwerk zu machen - dieses Mal wider die dräuende Orkgefahr im Finsterkamm.

Persönlichkeiten:

Das Junkerpaar von Lichtwacht; Trautmann von Gugelforst und seine exzentrische Gemahlin