Rittergut Pergelgrund

Grafschaft: Heldentrutz
Baronie: Dergelquell (Wei-IV-07)
Gutsherr: Ritterin Aerin Blaubinge von Pergelgrund
Wappen: Das Wappen der Ritterin
Einwohner: 153
Orte: Dorf Pergelgrund
Tempel: Schrein der Rondra und der Peraine
Garnison: Die Ritterin und ihr Gemahl, dazu deren Waffengefolge
Landschaft: Das Lehen erstreckt sich über ein, mit düsteren Wäldern und Wiesen bedecktes Tal an den Hängen des mächtigen Finsterkamms.
Besonderheiten: Geistererscheinungen an der ´blutroten Furt´ über den Pergelbach (Schlachtfeld in der Priesterkaiserzeit, geheimer Ritualplatz der Gemeinschaft vom Ewigen Blute), "Unterschlupf" der Orkenschädelbande


Beschreibung

"Est bibendum sanguinem..."
- Inschrift im Rondraschrein zu Pergelgrund, inzwischen zur Unlesbarkeit verwittert

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"13. Hesinde: In Papenstein, dem Baronssitz der unbedeutenden Baronie Dergelquell im Weidnischen gelegen hieß es nicht zu Unrecht man solle nicht ohne Einheimischen in Richtung Pergelgrund aufbrechen! Die Wege sind schlecht und der Schattenforst stellenweise sehr dicht. Hätte uns dieser wortkarge Hirte nicht im Wald aufgelesen, ich und mein Begleiter würden dort wohl heute noch umherirren ...

14.Hesinde: ...das Dorf Pergelgrund ist ein kleiner, beschaulicher Flecken am Fuße des ehrfurchterregenden Finsterkammes. Die Menschen hier sind zwar gastfreundlich, doch selbst mir gegenüber schweigsam und misstrauisch ... Die Familien leben hier in einfachen, aber rüstig gebauten Holzgehöften und sichern ihr Auskommen vor allem durch den Anbau von Kräutern und der Viehzucht ... Auch wenn die Menschen hier an der Grenze mit kargen Böden und Orküberfällen zu kämpfen haben, wird man sie, so scheint es zumindest, niemals Zaudern hören. Wie oft die Menschen hier auch zu Boden geworfen werden, sie erheben sich immer wieder und krempeln jedes Mal aufs Neue ihre Ärmel hoch, ganz so wie es der Herrin gefällt ..."
- Auszüge aus dem Tagebuch des Peraine-Geweihten Ardo Birkenhain auf dem Weg nach Löe, neuzeitlich

Das Rittergut Pergelgrund liegt in der Baronie Dergelquell direkt am Fuße des mächtigen Finsterkamms. Das Lehen erstreckt sich über ein großes, von dunklem Wald bedecktes Tal, durch welches der Fluss Pergel fließt. Der größte Teil des Lehens ist bewaldet, nur die wenigen, aber umso saftigeren Weiden der Bauern bilden die Ausnahme, weswegen es wenig verwunderlich ist, dass die Zucht von Schaf und Ziege das ständige Überleben der Pergelgrunder sichert. Die Reise vom Weiler Papenstein nach Pergelgrund ist ein Abenteuer für sich. Es gibt keine guten Wege, geschweige denn Landstraßen. Einzig ein mehr oder weniger gut ausgetretener Waldpfad ermöglicht ein Fortkommen durch den Wald - einem nicht Ortskundigen ist deshalb stets zu empfehlen mit einem Einheimischen zu reisen. Nach einigen Meilen des Waldes erreicht man den Pergelbach, welcher zwar nur einige Schritt breit ist aber über eine nicht zu unterschätzende Strömung verfügt. So ist es nur an der "blutroten" Furt (1) problemlos möglich den Pergelbach zu überqueren. An dieser Furt fand im Jahre 463 BF eine Schlacht zwischen weidnisch-rondrianischen Aufständischen unter Wenzel vom Pergelgrund und den Soldaten des Priesterbarons Praioslieb Fälklin statt, welche die Furt dereinst blutrot gefärbt haben soll. Als Zeichen des Sieges der Rondratreuen wurde an der Furt ein Schrein zu Ehren der himmlischen Leuin geweiht, welcher auch noch heute, etwas gezeichnet durch die Witterung an der Seite des Pergel steht. Noch heute, so sagen es die Einheimischen sind die Klageschreie der gefallenen Praioraner in so mancher Nacht, in der das Madamal im Rad steht an der Furt zu hören. Einige hundert Schritt nachdem man die blutrote Furt überquert hat erreicht man das Dorf Pergelgrund, welches malerisch gelegen am Hang eines Ausläufers des mächtigen Finsterkamms liegt.

Land und Leute
Die Leute im Schatten des Finsterkamms sind einfach, arm und schweigsam gegenüber Fremden. Die Gebote der Peraine werden hoch gehalten, Traditionen gepflegt und Fremde nicht gerne gesehen. Die Menschen sind wehrhaft und geprägt vom ständigen Kampf gegen den Ork. Schon als kleine Kinder werden sie im Kampf gegen die Unbilden des Landes unterwiesen, denn jeder von ihnen ist im Wald oder auf der Weide auf sich allein gestellt. Die Menschen aus Pergelgrund leben vor allem von der Viehzucht, denn der Boden ist karg und noch lange über den Winter schwer zu bestellen und der Holzschlag ist aufgrund der ewig drohenden Gefahr auftauchender Orken für die einsamen Holzfäller äußerst gefährlich. Die Menschen in Pergelgrund sehen sich weniger als Weidener oder Dergelqueller, sondern vielmehr als Pergelgrunder - und das nicht ohne Stolz, denn jeder Pergelgrunder, egal ob Greis oder Kleinkind kennt die Geschichten vom Widerstand des Wenzel von Pergelgrund gegen den letzten Priesterbaron oder die vielen Angriffe der Orks aus dem Finsterkamm, welchen man in den meisten Fällen standhielt. Vom Grafen oder der Herzogin jedoch erwartet man in Pergelgrund wenig bis gar keine Hilfe, so liegt es an jedem Einzelnen die Gemeinschaft des Dorfes zu schützen.



Dorf Pergelgrund
Das Dorf Pergelgrund liegt malerisch gelegen am Hang eines Ausläufers des Finsterkamms und ist mit seinen über 150 Einwohnern nach dem Baronsitz Gramstein der größte Ort der Baronie.

Umgeben wird das strategisch gut liegende Dorf von einer hölzernen Palisade, welche nach den Zerstörungen des letzten Orkkrieges soeben wieder fertig gestellt wurde. Innerhalb der Palisaden findet man die 15-20 Gehöfte, Ställe und Kräutergärten der ansässigen Bauern und Viehzüchter. Die Hütten sind allesamt roh gezimmert, machen jedoch einen rüstigen Eindruck. Am höchsten Punkt des Dorfes befindet sich der Familiensitz der Ritter von Pergelgrund (2), welcher das größte Gebäude des Dorfes darstellt.

Das Anwesen besteht aus einem uralten Wehrturm (3) außerhalb des Dorfes, dessen Bau sich in die Regierungszeit Kaiser Nardes' (98-119 BF) zurückführen lässt, einem Jahre später gebauten steinernen, geräumigen Gutshaus, einem Stall und dem Gesindehaus für den Knecht und die beiden Mägde, die hier ihren Dienst verrichten.

In direkter Nachbarschaft zu den Palisaden des Herrenhauses befinden sich die Schänke "zum Orkenschädel" (4) der Wirtin Halga (eine Norbadin), in welcher es sich für diesen entlegenen Flecken Weidens annehmlich speisen lässt und der vom invaliden Laienbruder Perun Bergkämper betreute Schrein der Göttin Peraine (der ´Storchenschrein´) (5), welcher jeden Mond von einem Geweihten des Klosters von Löe besucht wird.

Besonderheiten/Meisterinformation:
  • Alljährlich lassen sich einige Störche bei ihrer Rückkehr aus dem warmen Süden für einige Stunde am Kapellendach des Peraine-Schreines nieder bevor sie weiter zu ihren Brutplätzen fliegen.
  • Der von Wenzel vom Pergelgrund gestiftete Schrein der Rondra an der Furt des Pergelbaches ist eigentlich dem Tairach geweiht. Der Ort ist ein geheimer Ritualplatz der Gemeinschaft vom Ewigen Blute.
  • Die berüchtigte Orkenschädelbande operiert von hier aus.


Persönlichkeiten:

  • Aerin Luitgard Blaubinge von Pergelgrund: ist die geachtete Ritterin von Pergelgrund, die durch ihre Nähe zum gemeinen Volk besticht. Trotz ihres oft zu nachsichtigem Umgang mit Eigenhörigen schafft sie es überraschend gut, ihre Leute durch harte Winter und die Gefahren sonstiger Unbilden des Landes zu führen.
  • Hainrich Wolfhelm von Gugelforst: der Gemahl der Ritterin von Pergelgrund ist der geheime Anführer der Orkenschädelbande, die jedoch nicht nur von denen nimmt, die sowieso genug haben, sondern des Öfteren auch als rettende Kavallerie bei Orkangriffen auftreten.
  • Die Wirtin Halga: fand vor etwa zwanzig Sommern ihren Weg nach Pergelgrund. Sie ist eine gebürtige Norbadin, auch wenn sie über ihr Schicksal - und das ihrer Sippe - schweigt. Zu nervige Nachfragen beantwortet die resolute Frau auch schon einmal mit Faustschlägen.
  • Perun Bergkämper: betreut den Storchenschrein am Dorfplatz. Der invalide Laienbruder diente einst im Kloster zu Pergelfurt, bevor ihn die Liebe nach Pergelgrund führte. Gemeinsam mit seiner Frau Fina und den Kindern führt er einen Bauernhof.
  • Gerwulf Pergelgrunder: ist der ´Müller vom Pergelbach´ und wird von den Dörflern gemieden. Man bringt ihm zwar das bisschen, das man den kargen Böden abzutrotzen vermag, doch ist den Pergelgrundern der große und muskulöse Mann unheimlich. Nicht nur weil er nahe der blutroten Furt lebt, sondern auch weil er ab und an seltsame Gäste beheimatet. MI: Gerwulf ist ein hochrangiger Schnitter.