Thordenin Mitteneck

Titel: Meister der Ernte
Tempel: Sankt Permine mit der Apfelblüte - Perainetempel von Weißengrat, Baronie Hollerheide
Kurzprofil: Erfahrener Perainegeweihter und Tierfreund, der Vier- und Vielbeiner dem Menschen vorzieht.
Verwendung: Helfer bei tierischen Notfällen

 

NAMEN & TITEL

• Vollständiger Name
Thordenin Mitteneck

• Geburtsname
dito

• Titel
Meister der Ernte

• Tempel
"Sankt Permine mit der Apfelblüte" -  Perainetempel von Weißengrat, Baronie Hollerheide, Grafschaft Bärwalde

WICHTIGE DATEN

• Tsatag
1022 BF

• Traviabund


• Borontag


FAMILIENBANDE

• Eltern
Waltrude Mitteneck (Stellmachermeisterin in Weißengrat) & Ingermann Laubrain

• Geschwister
Radegunde (*1008 BF, Stellmacherin)
Menzel (*1011 BF, Stellmacher in Baliho)
Gerswind (*1015 BF, Schankmaid)

AUSSEHEN & AUFTRETEN

• Beschreibung
Der Perainegeweihte ist hoch aufgeschossen und, trotzdem er körperliche Arbeit gewöhnt und beileibe kein Hänfterling ist, ein rechter Schlacks. Sein mittelbraunes Haare trägt er halblang und meist recht verwuschelt. Wäre nicht der recht ausgeprägte Backenbart, würde Thordenin trotz seines Alters noch immer wie ein zu groß gewachsener Junge aussehen. Die am Kinn breiter werdenden Koteletten, die meist ähnlich zerzaust sind, wie sein Haupthaar, verleihen dem Geweihten ein beinahe verwegenes Aussehen, allzumal dann, wenn die üblicherweise kahlen Gesichtspartien von Bartstoppeln bestanden sind, was recht häufig der Fall ist. Seine nussbraunen Augen blicken üblicherweise sanft in die Welt, können aber auch hart glänzen, wie ein Tigerauge, wenn er Tierquälerei, Faulheit oder unachtsamen Umgang mit Peraines Gaben bezeugen muss.
In solchen Situationen reagiert der junge Mann harsch und bringt seinen Ärger mit wenigen, aber harten Worten zu Gehör. Zur übrigen Zeit ist Thordenin ein zurückhaltender, freundlicher und eher stiller Zeitgenosse von ernstem Wesen. Im Umgang mit Menschen wirkt er steif, unsicher, ja nachgerade ungeschickt, vor allem dann, wenn diese allzu laut und extrovertiert sind. Gerade in für ihn ungewohnten, oder unangenehmen Situationen neigt er dann zu einer gewissen Schusseligkeit.
Ganz anders gibt Thordenen sich im Umgang mit Tieren. Sein Einfühlungsvermögen, das bei seiner eigenen Spezies meist kläglich versagt, ist hier nachgerade untrüglich. Er ist sich auch nicht zu schade, sich in den Augen manches Menschen zum Narren zu machen, um das Vertrauen eines Tieres zu gewinnen. Bislang hat er dies auch immer geschafft, selbst wenn es ihn Tage kostete.
Gewandet ist der Geweihte stets in zweckmäßige Kleidung: derbe Stiefel, Hosen aus Schafsleder, darüber ein wollenes, grünes Hemd und im Winter einen Schaffellmantel. Nur wenn er unter Menschen geht trägt er seine Kutte mit Ähren- und Storchenstickereien. Unter der Zeit weisen ihn höchstens ebensolche Stickereien auf dem Hemd oder der - ebenfalls bestickte - grüne Schal als Diener der Gebenden aus. Am Gürtel trägt Thordenin allerlei Beutel, einen schweren Dolch und eine stets scharfe Handsichel. Zur Wehr setzt er sich mit einem Wanderstab, dessen Enden mit Metallhülsen verstärkt sind. Weiden ist ein gefährliches Land und so hat der Geweihte gelernt, sich seiner Haut zu wehren, denn man weiß nie, wann der Ork über die Heide kommt.

• Aventurische Informationen
Thordenin ist der drittgeborene Sohn der in Weißengrat lebenden Stellmachermeisterin Waltrude Mitteneck. Diese führt die Familien-Stellmacherei in der inzwischen vierten Generation und ist im Dorf sehr angsehen. Anders als ihre ersten beiden Kinder zeigte Thordenin wenig Neigung, in die elterliche Werkstatt einzusteigen. Stattdessen verbrachte er seine Zeit viel lieber in Feld und Flur, von wo er regelmässig verletzte, verlassene oder einfach ihm zugelaufene Tiere mit nach Hause brachte und hingebungsvoll pflegte.
Sobald er laufen konnte war sein liebster Ort im Dorf "Permines Hain", der zum Perainetempel gehört und wo die Tempelvorsteherin Bertradis Emmerruh ihn von Anfang an mit kleinen Aufgaben und Handreichungen betraute. Niemand in Weißengrat wunderte sich daher, als Thordenin Novize im Tempel wurde.
In Pflanzenkunde und -bau erwies sich der Knabe als gelehrig und geschickt, in der Heilkunde sogar als talentiert. Mühe bereitete ihm jedoch der Umgang mit den Patienten und deren Angehörigen. Ihre Fragen, Jammereien und generell aufmerksamkeitsheischendes Betragen irritierte Thordenin so sehr, dass seine Arbeit bisweilen litt.
Einigen Zeit versuchte er den direkten Kontakt zu umgehen, indem er vornehmlich Arzneien fertigte, dann jedoch lenkte Hochwürden Bertradis sein unleugbares heilerisches Talent in eine Richtung, die allen Beteiligten zum Vorteil gereichte: in die Tierheilkunde. Thordenins Liebe zu Tieren aller Art hatte in all den Jahren nicht nachgelassen und natürlich kamen die Bauern der östlichen Hollerheide nach Sankt Permine, wenn eines ihrer Tiere ihnen Sorgen bereitete. Bald schon wußte Thordenin ihnen ebenso gut zu raten, wie die Hüterin der Saat und diese sah es gerne, dass ihr junger Schützling seinen eigenen Weg gefunden hatte, der Göttin zu dienen. Immer öfter war es nun Thordenin, der gerufen wurde, wenn eine Kuh krank war, ein Ackergaul lahmte oder der Vogt von Rhodenstein einige seiner Riesen-Böcke zu kastrieren wünschte.
Die Familie Mitteneck erfüllt dies mit einigem Stolz und so wunderte sich in Weißengrat niemand, dass Thordenin zu seiner Weihe von dieser einen hübschen Kastenwagen geschenkt bekam, mit dem er fortan zu seinen Patienten fahren, aber auch darin übernachten konnte, wenn es einmal später wurde oder ihn weiter von Weißengrat wegführte.Thordenen fühlt sich so wohl in diesem Wagen, dass er die meiste Zeit darin wohnt und die Hollerheide damit bereist. Besonders gerne hält er sich in den Hügeln der namensgebenden Heide auf, wo die barönlichen Schaf- und Hollerschnuckenherden weiden. Die Schäferinnen und Schäfer schätzen ihn sehr, denn er ist häufig zur Stelle - oder zumindest in der Nähe - wenn Not am Mann ist.

• Stärken
Es gibt kaum ein Tier, mit dem Thordenin nicht zurecht kommt und keines, dem er nicht etwas Positives abgewinnen kann. Er hat ein sehr gutes Gespür für ihre Stimmungslagen und vor allem ihre Leiden. Im Umgang mit gesunden, wie kranken Tieren zeigt er außerordentliches Geschick und hat jüngst auch entdeckt, wieviel Freude es ihm bereitet, einem Tier den einen oder anderen (hilfreichen) Trick beizubringen. Zudem ist er ein Kenner der Hollerheider Flora, wobei er viele Kenntnisse erlangte, indem er Schafe und andere Nutztiere bei ihrer Futtersuche beobachtete. Dabei fand er heraus, das diese bei Beschwerden gezielt bestimmte Kräuter suchen und verzehren, etwas, worüber der Perainediener nun gewissenhaft Buch führt.

• Schwächen
Thordenin ist ein Eigenbrötler, der am liebsten für sich und bei seinen Tieren ist. Zwar sieht er sich auch als Priester und nimmt seine dahingehenden Pflichten ernst. Allerdings vor allem jene, die in seine selbstgewählten Aufgaben übergehen. Er ist ein unterdurchschnittlicher Prediger und als Seelsorger ein Totalausfall. Dies vor allem, weil er Schwierigkeiten im Umgang mit Menschen hat. Unter ihnen fühlt er sich nur selten wohl und er trachtet danach, die Kontkte so kurz wie möglich zu halten.

• Kurzcharakteristik
Erfahrener Perainergeweihter mit Fokus auf Tierheilkunde, der er sich ganz verschieben hat. Hingebungsvoller Tierfreund mit Schwierigkeiten im Umgang mit den meisten Menschen.

HINTERGRÜNDE

• Gottheit
Peraine

• Besonderheit
Obgleich eigentlich dem Weißengrater Perainetempel zugehörig, ist Thordenin eher selten dort anzutreffen. Stattdessen ist er mit seinem Kastenwagen in der ganzen Baronie unterwegs, um den weitgehend wild lebenden Nutztieren, oder denen auf Bauernhöfen sowie in Rittergütern im Fall der Fälle beistehen zu können. Der anfangs recht einfache Kastenwagen wurde im Laufe der Jahre von Thordenin selbst und in Zusammenarbeit mit seiner Schwester Radegund weiter ausgebaut, verschönert und verziert. Inzwischen verfügt der Wagen über eine Art mobilen Schrein am Heck, mit herunterklappbarem Altar, gedrechselten Kerzenständern und fein geschnitzten Storchenbildnissen zwischen denen sich peraineheilige Pflanzen und Früchte ranken. An den Seiten befinden sich einerseits kleine Kästen, in denen Thordenin in den warmen Monden hilfreiche und schmackhafte Kräuter züchtet. Andererseits Käfige für "Findeltiere" oder, wenn es keine solchen gibt, für Gepäck sowie Vorräte.
Das Innere ist inzwischen sehr wohnlich, verfügt über einen kleinen, gußeisernen Ofen, eine praktische Arbeitsfläche umrahmt von einem Schrank mit zahlreichen Fächern und Schubladen, ein bequemes Bett und einen herunterklappbaren Tisch mit angehängter Bank. Ein mit Tierhaut bespanntes Fenster läßt Licht und, wenn ausgehängt, Luft ein und die seitlich eingefügte Tür kommt mit einer eingehängten, stabilen Leiter daher. Der Bock ist überdacht und mit einer bequemen Bank versehen.
Im Laufe der Zeit hat Thordenin zahlreiche Tiere aufgenommen, die alleine nicht zurecht kämen und auch solche, die einfach nicht mehr weggehen wollten, wie "Trudchen" eine verhaltensauffällige Amsel, die laut keckert, wenn sich ein Fremder dem Wagen nähert - was in dörflichem Umfeld wirklich nervenaufreibend ist. Oder "Gorge", der schielende Hollerschnucken-Widder, der einen Narren an Thordenin gefressen hat und inzwischen über eine kleine Herde von fünf "Schnuckis" gebietet, die er pflichtbewußt, aber leider nicht sehr gekonnt, bewacht. Immer wieder greift er einzeln stehende Sträucher an, weil er sie für Konkurrenten hält und häufig verfehlt er sie dann auch noch. "Osme Friedenslied" hat Thordenin die alternde, dreifarbige Scheunenkatze genannt, die seinen Wagen (und sein Bett) zu ihrem neuen Heim erkor, nachdem sie aus ihrem alten, wegen mangelnder "Maus-Beute", vertrieben worden war. Osme ist eine sehr friedliebende Katze und kommt prächtig mit den anderen Tieren, insbesondere Trudchen, zurecht. Gezogen wird der Wagen von "Bardi und Cellu", zwei in die Jahre gekommenen Zugochsen, die ihrer Pflicht gemütlich, aber zuverlässig nachkommen. Neuester Zugang ist "Henny", eine junge Ziege, die sich im unwegsamen Heideland ein Bein gebrochen hatte. Seither ist sie recht ängstlich, hat sich mit Osme angefreundet, die häufig auf ihr reitet und war nicht dazu zu bewegen, zu hrer Herde zurückzukehren.
Aus der anfallenden Schaf- und Ziegenmilch stellt Thordenin Käse in sehr kleinen Laiben her, die er in aromatischen Kräutern wälzt und die in der Hollerheide sehr geschätzte Gastgeschenke beziehungsweise Tauschobjekte sind. Ebensolches gilt für die jungen Hollerschnucken, die in seiner Herde geboren werden.

• Meisterinfos
Der junge Perainegeweihte pflegt gute Kontakte zu einigen Weidener Hexen, vornehmlich zu solchen, die sich der Heilkunst verschrieben haben. Als eine Gönnerin kann "Tantchen" angesehen werden, die in der Hollerheide als graue Eminenz der Hexenschaft gilt und dem Baronshaus nahe steht. Von ihr hat Thordenin einiges gelernt und er schätzt die grantelige, aber gutherzige alte Dame sehr. Vor allem, weil sie wenig redet, wenn sie es tut aber auch stets etwas zu sagen hat. Er fürchtet aber auch ihre bisweilen heftigen Launen und besucht sie daher nur gelegentlich, oder in echten Notlagen.
Mit seiner Schwester Radegund verbindet Thordenin eine innige Beziehung. Ihr vertraut er vorbehaltlos und hält die Verbindung zu ihr stets aufrecht. Er hofft, eines ihrer Kinder für ein Noviziat unter seiner Anleitung bgeistern zu können.

BRIEFSPIEL

• Verwendung
Thordenin kann überall in der Hollerheide angetroffen werden und als Helfer bei einem (tierischen) Notfall dienen oder selbst die eine oder andere helfende Hand benötigen, weil ein verletztes Tier sich nicht alleine bändigen lässt.

• Spieler
NSC