Irlgunde von Waldenklamm

Titel: Wehrvögtin
Lehen: Verwaltet die Baronie Schroffenfels (WEI-III-16)
Tsatag: 25. ING 982 BF
Familienstand: Witwe
Nachkommen: Drei Töchter und drei Söhne
Kurzprofil: Harte aber gerechte Herrscherin, die weit weniger auf Worte als auf Taten gibt, bisweilen schwermütig und zu unaufmerksam was die Umtriebe ihrer Mitmenschen angeht, aufopferungsvolles Muttertier, das schwer am Verlust des geliebten Gatten trägt.

 

• Name
Irlgunde Rinnfoldshaus von Waldenklamm

• Titel
Wehrvögtin zu Schroffenfels

• Spieler
NSC

• Wappen
Auf grünem Schild eine schwarze gestürzte Spitze

• Lehen
Verwaltet die Baronie Schroffenfels (WEI-III-16) für Baronin Walpurga von Löwenhaupt;
Schroffenfels liegt in der Drachenpforte, der langgezogenen Ebene zwischen Drachensteinen und Roter Sichel. Landwirtschaft ist hier nur an wenigen Stellen möglich, denn das Lehnsland ist in weiten Teilen von undurchdringlichem Urwald bewachsen.

• Geburtsjahr
25. Ingerimm 982 BF

• Familienstand
Witwe Boronians von Keilholtz (gestorben im PER 1027 auf dem Mythraelsfeld);
sechs Kinder: Walpurga Isira (1010), Waldemar Leuengrimm (1013), Grinugildis (1015), Odilon Hilarion (1018), Robana Erlwidda (1021) und Boronian (1028) Rinnfoldshaus von Waldenklamm

• Hauptgottheit
Rondra

• Beschreibung
Irlgunde ist 182 Halbfinger groß und hat die sehnige Statur einer ausdauernden Kämpferin. Zahlreiche Narben an ihren Händen und Armen zeugen davon, dass sie Auseinandersetzungen nicht scheut und sich in ihrem Verlauf auch nicht schont.
Allein das kantige Gesicht der Wehrvögtin weist keine Kampfesspuren auf, dafür ist es von tiefen Falten durchzogen, die sie um einiges älter und vor allem auch müder wirken lassen, als sie es tatsächlich ist. Das vor der Zeit ergraute, einst rabenschwarze Haar Irlgundes, das sie stets zu dicken Schnecken geflochten trägt, und der grame Ausdruck in ihren dunkelbraunen Augen, verstärken diesen Eindruck noch und verleihen ihrer Erscheinung einen schwermütigen, ja, fast schon düsteren Einschlag.
Von hochherrschaftlicher Kleidung hält die Vögtin wenig, sie legt Wert auf Bequemlichkeit und Alltagstauglichkeit. So kann man sie oft in derben Stiefeln, schlichten Beinlingen und groben Blusen antreffen, dazu trägt sie stets eine eng anliegende Lederkappe, unter der ihr Haar fast gänzlich verschwindet. Abgerundet wird ihre Gewandung von Mänteln aus schwerem Wollstoff, auf die das Schroffenfelser Wappen gestickt ist.

• Aventurische Informationen
Im Jahre 1028 BF wurde Irlgunde als Wehrvögtin von Schroffenfels eingesetzt. Seitdem herrscht hier eine härtere Gangart. Es wurden neue Straf- und Steuergesetze erlassen, deren Überwachung sie sich einiges kosten lässt. Verstöße ahndet die Vögtin streng, gleich welchen Standes der Übeltäter ist. Mit diesem Vorgehen will sie dafür Sorge tragen, dass das 'Lumpenpack' aus den Baronien Ingerimms Steg und Östlingen in Schroffenfels keinen Fuß auf den Boden kriegt und ist durchaus erfolgreich: das Verbrechen in ihrer Baronie hat deutlich abgenommen. Doch obwohl es den Schroffenfelsern heute besser geht als je zuvor, sorgen das harte Durchgreifen der Vögtin und ihre Unnahbarkeit für Verunsicherung beim einfachen Volk, das ihre Taten mit Argusaugen verfolgt.
Wenn es darum geht, Probleme zu beheben oder Räuber zu jagen, legt die ehemalige Offizierin oft selbst Hand an. Sie hält nicht viel von diplomatischem Geplänkel, ihre Sätze sind kurz und prägnant. Mit ihrer Direktheit hat sie schon manchen adligen Nachbarn verschreckt und ist daher nicht sonderlich gut gelitten, was sie aber nicht im Mindesten stört. Im Gegenteil: Dass sie nur selten zu Feierlichkeiten ihrer Standesgenossen eingeladen wird, ist Irlgunde durchaus recht, begreift sie solcherlei doch als unnötige Ablenkung und bleibt lieber auf ihrer Hochmotte in Runhag, um sich dem Tagesgeschäft zu widmen.
Hinter vorgehaltener Hand werden allerlei Schauermären über die launische Wehrvögtin erzählt, die so wenig Wert auf Gesellschaft legt. Viele Schroffenfelser glauben, dass sie mit finsteren Mächten im Bunde steht und manche behaupten gar, sie hätte einen Pakt mit den ebenso grüblerischen und düsteren Runhager Druiden geschlossen.

• Besonderheiten
Regelmäßig durchlebt die Vögtin Phasen der Schwermut, in denen sie außerstande ist, ihre Aufgaben zu ihrer eigenen Zufriedenheit zu erledigen – oder morgens überhaupt aus dem Bett zu kommen. Seit dem Tod ihres geliebten Gatten hadert sie mit dem Schicksal und kapselt sich von der Außenwelt ab. Ihr Desinteresse an guten Beziehungen zu den adligen Nachbarn oder ihren Vasallen sowie ihre Geringschätzung für gesellschaftliches Geplänkel führen dazu, dass sie nicht bemerkt, wie die Sichler über sie reden. Deshalb kann sie die vielen unangenehmen Gerüchten auch nicht aus der Welt schaffen, was teils ein ernst zu nehmendes Problem darstellt.

• Meisterinformationen
Irlgunde ist eine persönliche Freundin der Herzogin. Die beiden kennen sich, seit die gebürtige Heldentrutzerin in der damaligen Markgrafschaft unter dem Befehl Walpurgas diente und schnell zu einer geschätzten Beraterin aufstieg. Nach offizieller Lesart ernannte Walpurga ihrer Freundin zur Wehrvögtin, weil der Amtsvorgänger in seinen Versuchen, das Land zu befrieden, kläglich gescheitert war. Inoffiziell ist aber auch der Tod von Irlgundes Gatten Boronian ein tragender Grund für die Entscheidung gewesen. Die Herzogin hoffte, ihrer Freundin Linderung zu verschaffen, indem sie sie aus ihrem alten Heim befahl und dafür sorgte, dass sie mit einer anspruchsvollen Aufgabe betraut wurde.
Gleichwohl ist Schwermut zu einem bestimmenden Charakterzug Irlgundes geworden, denn durch den verlust ihres Gatten in der Schlacht auf dem Mythraelsfeld sieht sie sich um ihre gemeinsame Zukunft betrogen. Es trifft sie tief, dass Boronian nicht erlebt, wie seine Kinder aufwachsen und dass er ihr bei der Erziehung der immerhin sechs Sprösslinge nicht zur Seite stehen kann. Und so ist es denn auch die Sorge um die Zukunft ihres Nachwuchses, die der Schroffenfelserin einige der tiefsten Furchen ins Gesicht gegraben hat. Sie fürchtet, ihre Kinder verhätschelt zu haben, sodass sie ihr Leben nicht aus eigener Kraft bestreiten könnten und ist schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach geeigneten Heiratspartnern, um für ein gesichertes Auskommen der sechs zu sorgen.

• Stärken
Irlgunde ist eine willensstarke, furchtlose Frau, die sich nicht davor scheut, in ihrem Lehen hart durchzugreifen und nichts darauf gibt, was andere über ihr Verhalten sagen. Die einzigen Instanzen, vor denen sie ihre Taten rechtfertigt, sind ihr eigenes Gewissen und die Herzogin. Ihren Kindern ist sie eine liebende Mutter.

• Schwächen
Die größten Defizite Irlgundes liegen im zwischenmenschlichen Bereich. Sie bringt wenig Interesse für die alltäglichen Probleme ihrer Mitmenschen auf und hört nur dann wirklich zu, wenn einer ihrer wichtigsten Aufgabenbereiche betroffen ist. Aus diesem Grund wirkt sie oft schroff und abweisend und bekommt außerdem – was schwerer wiegt – viele aktuelle Entwicklungen in Schroffenfels sowie in der Grafschaft Sichelwacht nicht mit.

• Freunde & Verbündete
Walpurga von Löwenhaupt

• Feinde & Konkurrenten
Farhildt Silbertürmer von Îrminsfold, die Hauptfrau einer Östlinger Räuberbande und Radugar Frekentrust, der ebenfalls Räuberhauptmann ist, sowie alle Feinde Walpurgas von Löwenhaupt, der Irlgunde in unerschütterlicher Loyalität folgt.

• Kurzcharakteristik
Kompetente, hart durchgreifende Lehnsherrin, meisterliche Kriegerin und Taktikerin, unerfahren (unbeholfen) im alltäglichen Umgang mit ihren Mitmenschen.

• Herausragende Eigenschaften
Mut, Konstitution
Arroganz, Vorurteile gegen Magier

• Herausragende Talente
Schwerter, Wurfspeere, Selbstbeherrschung, Reiten, Singen, Zechen, Orientierung, Heraldik, Kriegskunst , Rechtskunde

• Beziehungen
... zum Herzogenhaus: sehr groß
... in Weiden: gering
... in Schroffenfels: immens

• Finanzkraft
Als Wehrvögtin bekommt Irlgunde Finanzhilfen aus der zinsgräflichen Kanzlei der Bärenburg. Dadurch und durch die hohen Abgaben der Bürger und Bauern ist ihre Finanzkraft ansehnlich.