Eliwagzâl - Rondratempel von Menzheim

Beitragsseiten

Voller Name: Eliwagzâl (sturmgepeitschte Halle)
Art: Rondra-Wehrtempel
Ort: Menzheim, Baronie Menzheim, Grafschaft Baliho
Tempelvorsteher: Schwertschwester Lyncordia Perconor von Donnerbach
Geweihte: 2 Geweihte, 1 Novize

 

Schon seit Jahrhunderten wacht Eliwagzâl (sturmgepeitschte Halle), der Rondratempel von Menzheim, über die Geschicke der kleinen Landstadt. Im Laufe der Zeit hat er sich zu einem ansehnlichen Göttinnenhaus gemausert und entspricht in seiner Bauweise weitgehend einem Wehrtempel (siehe ‘Tempel, Türme und Tavernen’, S. 105). Alles in allem sind die Dimensionen in Eliwagzâl jedoch etwas großzügiger bemessen, insbesondere in Bezug auf Sakristei und den Zugang zur Gruft.
Der Gläubige betritt die Heilige Halle durch ein doppelflügeliges Tor aus altersdunklem Steineichenholz. Es ist verziert mit schmiedeeisernen Beschlägen und Rosetten, die Eichenlaub und blitzumkränzte Wolken zeigen.

Der Tempelhalle ist ihr hohes Alter deutlich anzusehen. Die steinernen Mauern tragen zahlreiche Spuren früherer Besucher und auch die kriegerischer Auseinandersetzungen. Die hochliegenden Fenster sind eher Schießscharten, als Öffnungen um Licht und Luft einzulassen. Der düstere Eindruck der Halle wird noch verstärkt, seit sie mit Waldglas verglast wurden, denn dieses taucht die Heilige Halle in dämmriges, grünes Licht. Eliwagzâl verfügt zudem nur über vier quadratische Oberlichter, die ebenfalls aus Waldglas bestehen. Zwischen den gedrungenen Steinsäulen hängen Banner zahlreicher überwundener Feinde und um die Säulen selbst winden sich ringförmige Fackelhalter aus Eisen, an denen unterdessen aber Öllaternen hängen. Zusammen mit den Glutbecken, die vor und neben dem Altar stehen, tauchen sie die Andachtshalle in unstetes Licht, in dem sich mancher Schatten zu bewegen scheint. Der Boden der Halle besteht aus abgeschliffenen Steinplatten, Bänke oder andere Sitzgelegenheiten gibt es nicht. Die massiven Steinwände tragen manche Steinplatte, die Wappen und Antlitz früherer Gönner zeigen, sowie zwei Seitenaltäre, einen zu Ehren Sankt Heleons, die andere zu Ehren Sankta Shachars, die in Baliho in hohen Ehren steht.
Über zwei ausgetretene Steinstufen erreicht man den aus einem massiven Granitblock geschlagenen Altar. Dieser verfügt über eine Vertiefung mitsamt Abfluss und ist stets mit einem Läufer aus rot gefasstem und mit rondranischen Verzierungen versehenem Silberdamast bedeckt. Vor den Stufen und seitlich des Altars stehen jeweils Feuerbacken. Hinter dem Altar hängt ein großer Wandteppich, der Rondra in einem Gewitterhimmel und auf dem Donnersturm zeigt, die Rechte, einen Blitz haltend, zum Wurf hoch erhoben. Unter dem Wandteppich steht ein einfaches Bord, auf dem sich zahlreiche Talglichter und zwei weitere Rondrastatuetten befinden.

Links des Altarraums verschließt ein schweres Portal mit solidem Schloss den Zugang zur Gruft. Rechts davon führt eine kleinere Tür in die Sakristei des Tempels und von dort weiter in den Turm.

Dem Tempelgebäude schließt sich ein eckiger Turm an, der direkt an die Stadtmauer gebaut ist und über einen Zugang zum Wehrgang verfügt. Da in einem der oberen Geschosse die Schreibkammer der Schwertschwester untergebracht ist, heißt er in Menzheim schlicht der Pergament-Turm. Vor allem ist er aber die Wohnstätte der in Eliwagzâls dienenden Diener der Leuin. Im Erdgeschoss befindet sich die Küche mit großem Kamin, stattlichen Eichentisch und einigen bequemen Scherenstühlen, denn dieser Raum dient zugleich als Empfangs- und Aufenthaltsraum. Im Keller lagern Vorräte und es gibt eine winzige Arrest-Zelle, die nun mit Brennholz vollgestopft ist. Im ersten Obergeschoss ist die Schlafkammer der Schwertschwester Lyncordia Perconor von Donnerbach untergebracht, darüber – beide Räume nur mit je einer halben Treppe voneinander getrennt – liegt das namensstiftende Schreibzimmer. Von dessen großen vergitterten Fenstern aus hat der Betrachter einen schönen Blick über die Menzheimer Au. Darüber, wiederum über eine halbe Treppe zu erreichen, liegt ein weiterer Schlafraum. Das oberste Turmzimmer dient in Krisenzeiten als Wachkammer, zbter der Zeit jedoch als Unterkunft für Novizen. Die Kammer ist vom Wehrgang aus über eine stabile Leiter zu erreichen.
Tempel und Turm sind von einer Mauer umgeben hinter der sich der kleine Stall Eliwagzâls, ein Hof und vor allem der Tempelgarten befindet (siehe Aventurisches Herbarium II ab S. 129).

Eliwagzâl verfügt über einen großen und sehr alten Keller mit einer Gruft. Die Decke ist niedrig, die hier tragenden Säulen sind noch dicker als die in der Tempelhalle und spürbar älter. Einige tragen umlaufende Friese mit archaischen Rondradarstellungen. Sie bilden Kämpfe ab, denen sich die ersten Weidener stellen mussten und zeigen – allesamt recht schwer zu erkennen – Ork, Goblins und Menschen, aber auch Elfen und einen vierköpfigen Drachen. Auch die Gruft verfügt über einen Altar, dieser ist aus dunklem Granit und weist eine deutliche Vertiefung zum Auffangen von Blut auf. Dahinter ist eine dicke Steinplatte, auf der wiederum, aber aufgrund des Alters weniger gut zu erkennen, Rondra dargestellt ist, wie sie im Donnersturm durch ein tobendes Gewitter braust und Blitze schleudert. Seitlich zwischen den Säulen stehen sieben Steinsarkophage, fünf davon sind schlicht und ohne Schmuck, allein mit dem Wappen der Kirche und dem Namen der Gefallenen versehen und auf Nachfrage wird die Schwertschwester gerne erläutern, dass sie keine Leiber, wohl aber Urnen mit deren Asche tragen. Die beiden ältesten Sarkophage jedoch stammen aus uralter Zeit (um 255 BF) und hier ruhen die Überreste der Zwillingsschwestern Morag und Gweness von Waldenmoor, die beiden Geweihten, die den Menzheimer Tempel gründeten.

Im vorderen Bereich der Gruft stehen wenige Kisten und Truhen, die den Tempelschatz, bestehend aus Rüstungen, Waffen, Statuetten etc., in sich tragen. Desweiteren gibt es einen kleinen Tisch mit Schreibmaterial und ein Regal mit wenigen Folios, in denen sich der Tempelindex findet.