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F 35 - Vom Reichskongress zu Weidleth 1031 BF
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Unveröffentlichte Auszüge aus den Tagebuchaufzeichnungen
des Thûan Fîrnbold von Erlbach

Von den Questen der Anreise

Burg Räuharsch, am 7. Ingerimm 1031 BF.
Herzogin Walpurga hat uns, die wir über auf dem anstehenden Reichskongress die Geschicke des Reiches mitbefinden sollen, zu Baliho auf der alten Königsfeste Räuharsch zusammengerufen, um von dorten gen Weidleth – dort soll im Rahja diesen Götterlaufs der Kongress des Reiches tagen – loszuziehen. Aufgrund wichtiger anderer Dinge, vor allem dem von ihr schon lange zuvor einberufenen Grafenkonvent, mochte unsere Herzogin nicht persönlich dort erscheinen, und so bestimmte sie Rondrian von Blauenburg, der auch zuvor schon einmal anstelle des erkrankten herzöglich-weidener Herolds Borkhard bestallt worden war, als Sprecher der weidenschen Delegation vor den Kongress zu treten. So machte es auch nicht Wunder, dass Ihre Eminenz Aldare VIII. Donnerhall vom Donnerbach, die Schwertmutter Prinz Arlans, den Prinzen in die Obhut Rondrians als Schwertelter für die Dauer unserer Aufgabe gab. Die Anwesenheit Frau Aldares hatte uns von Weitem schon ihr Banner auf den Zinnen Räuharschs angekündigt, ihr Anliegen – und zweifelsohne auch das Frau Walpurgens – war es, den weidener Prinzen mit der hohen Politik des Reiches vertraut zu machen. Selbstredend erging an uns alle – vornehmlich natürlich an die Ritter unter uns – die Aufforderung der Fürsterzgeweihten, auf dieser Reise seiner Prinzlichen Hoheit in allen Tugenden ein untadeliges Vorbild zu sein. Wir werden also wohl noch ein wenig mehr als üblich auf unser Betragen Acht geben müssen.
Da unsere Herzogin sowohl nach Kunde über die jetzigen Verhältnisse in der Wildermark als auch über den Stand der Meldetürme entlang des Finsterkamms – hier scheint es mittlerweile nur noch schleppend voranzugehen – trachtete, teilte sie unsere Delegation in zwei Gruppen auf: Arnôd Pratos von Rhodenstein, Gamhain von Brachfelde-Löwenhaupt, Baraya von Weiden-Harlburg-Streitzig, Walthari von Leuenfels, Ifirdane Alwen Hahnbrück von Blaubinge, Eilhart Isewein Hardger von Mäuseburg, Florian von Braunenbach zu Braunenbrück und Ihre Gnaden Sinje Schellenklang sollen den Weg über die Finsterwacht nehmen, während Prinz Arlan zusammen mit seiner Arlanritterin May Silberstein, Rondrian von Blauenburg (der übrigens immer noch Arwulf von Schwarzenstein zum Knappen hat – mittlerweile nennt man ihn schon scherzhaft den "Ewigen Knappen") in Begleitung der hübschen Roanna Cavazarro, Riko Sterz von Beonspfort und seine Tante Ilona Sterz, Ehrwürden Alderian von Trallop-Braunsfurt-Braunenklamm und meine Person durch die Wildermark reiten sollten. Erst in Greifenfurt würden beide Gruppen – selbstredend einjeder noch begleitet von Knappen und Tross – wieder aufeinandertreffen, um von dorten gemeinsam mit einem schon beorderten Flusskahn die Breite und per Lastensegler anschließend den Großen Fluss bis gen Weidleth hinunterzufahren. Morgen früh – sehr passend, denn es ist der Tag des Aufbruchs – wird unsere lange, sicherlich volle zwei Wochen dauernde Reise beginnen.



 

Kommentare 

 
#1 Hartsteen 2011-11-09 13:39
Wirklich ein sehr gelungener und schöner Bericht!
 

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