Dea vocat! - In der Alten Eiche

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In der Alten Eiche

Ort: Dorf Dûrenbrück

Dramatis Personae:

 

Am Abend des 20. Peraine 1044 BF

Das Gasthaus zur alten Eiche war bereits brechend mit Menschen gefüllt. Nicht nur Dörfler fanden sich hier allabends nach getanenem Tagwerk ein, sondern wie stets traf man auch reisendes Volk, welches auf dem Hagweg, oder von hier aus den Dornstieg in Richtung Herzoglich Dornstein und Wolfenbinge weiter nach Baliho reisen wollten. Trotz des inzwischen herrschenden Friedens in der ehemaligen Wildermark, waren die beiden Handelswege immer noch ganz annehmbar frequentiert gewesen und sorgten für gute Kundschaft.

Der Schankraum selbst war sehr einfach und im rustikalen Stil gehalten. Wirklich heimelig wirkte es nicht, hingen auf der Wand des Gastraumes doch Devotionalien aus dem Orkkrieg. Dyderich erklärte, dass der Wirt Trautmann einst ein Waffenknecht des Barons Andîlgarn von Gugelforst war, dessen Gast sie vor einigen Tagen in Greifenfurt gewesen waren. Gemeinsam kämpften sie hier 1011 BF gegen die Orks von Sharraz Ghartai, die sich in Greifenfurt mit der Hauptmacht der Schwarzpelze unter dem schwarzen Marschall vereinigen wollte. Eine Heldengeschichte, die in Weidenhag immer noch gerne erzählt wird, waren der Baron und seine Getreuen doch den Orks, die Tage zuvor Ulmenau geplündert hatten, entgegengezogen um sie so lange aufzuhalten, bis die Dörfer entlang des Hagwegs gesichert und evakuiert waren. Auch dem Wirten Trautmann konnte man diese ereignisreichen Tage am Gesicht ansehen. Der hühnenhafte Mann trug eine Augenklappe und war auch sonst deutlich vernarbt gewesen.

Als die beiden Barden den Schankraum betraten, konnten sie sofort den Tisch der Baronin ausmachen, die Dyderich und Daithi grüßend heranwinkte. Auch Gwidûhenna schien sich umgekleidet zu haben, war die Landesmutter doch in ein hoch geschlossenes, dunkelblaues Kleid mit Stehkragen gewandet und hatte ihren Schwall an rabenschwarzen Haaren kunstvoll hochgesteckt. Sie trug den silbernen Baronsreif, besetzt mit Eisflockenquarzen – von denen einfältige Gemüter wissen wollen, dass es sich dabei um Tränen Ifirns handelte – und dazu dezente silberne Ohrringe. Zu ihrer Linken saß ein bildhübsches Mädchen mit offenem, braunem langem Haar in einem eher schmucklosen dunkelgrünen Kleid. Neugierig musterte sie die beiden Künstler.

Den beiden Frauen gegenüber saßen zwei weitere Personen. Die Knappin Arika, die ihre Rüstung gegen einen einfachen grünen Gambeson getauscht hatte und an ihrer Seite eine etwas kleiner gewachsene Ritterin mit gedungener, athletischer Statur und einem breiten, offenen Gesicht, das von dunkelbraunen Haaren eingerahmt wurde.
"Guten Abend die Herren", grüßte Gwidûhenna die beiden Männer. "Da wir ohne männliche Begleitung hier am Tisch sitzen, wäre es doch ganz schön wenn ihr beiden uns Gesellschaft leisten würdet." Sie wies auf die Ritterin ihr gegenüber. "Ich darf dir meine Leibritterin Algrid Blaubinge von Pergelgrund vorstellen", die Worte schienen Daithi zu gelten, denn Dyderich schien die Frau sehr wohl bekannt zu sein. "Und meine Leibzofe Dylga vom Blautann", deutete die Baronin nun auch auf die junge Frau an ihrer Seite, die daraufhin schüchtern ihren Blick senkte.

Der Bardenschüler, der sich wie Meister Dyderich zum Auftritt herausgeputzt hatte, trug auffallend farbenfrohe Kleidung, die jene dem Anlass angemessene heitere Musik als `Kulisse´ untermalen sollte. Daithi starrte die bildhübsche Leibzofe einen Moment lang an - vielleicht einen kurzen Moment zu lang - es hätte nur noch gefehlt, dass ihm seine Kinnlade nach unten geklappt wäre - doch dann fing er sich und grüßte freundlich: “Daithi von Rechklamm. Ich bin hocherfreut, Euch kennenzulernen.” Dann verbeugte er sich, vielleicht bereits ein wenig übertrieben, als ob er der Theatralik seines Meisters nacheifern wollte.

"Rechklamm", wiederholte die dunkelhaarige Ritterin freundlich und musterte den Bardenschüler.

"Ja, aus den Nordmarken", erklärte Arika daraufhin genau so laut, dass die Umsitzenden es deutlich vernehmen konnten.

"Aus den Nordmarken? Was dichtet und singt man denn dort?", warf nun auch die Zofe an der Seite der Baronin ins Gespräch ein.

"Gute Frage ...", war nun Gwidûhenna die letzte der Damen, die in den Reigen einstimmte, "... vielleicht möchte uns der junge Herr Daithi ja etwas aus seiner Heimat vortragen?" Ihr Blick lag für einen Moment auf Dyderich, der mit einem knappen Nicken zu verstehen gab, dass dies wohl kein Problem darstellen sollte.

Der Bardenschüler schaute zunächst etwas verunsichert in die Runde als er vor seinem Meister aufgefordet wurde, etwas zum Besten zu geben. Doch dann fing er sich und lächelte erfreut. “Ja, selbstverständlich gerne.” Er überlegte kurz und sagte: “Es ist eine Weise aus der Baronie Eisenstein, die erzählt von Geron dem Einhändigen und der Gründung der Hyndanburg, einem alten Gemäuer auch meiner Vorfahren.” Dann nahm er seine Laute und legte los. Eine leicht traurige, romantische Melodie erklang.


„Tränen sie fließen / in großen Strömen
sammeln sich / in dem alten Weiher
Du Einhändiger / hast du verloren
Herzensbluten / sie liebtest du sehr

    Eschen im Wald / die Sterne sind wach
    Rostroter Stein / die Ricken am Bach
    Blute ist auf die uralten Felsen
    geronnen wie ein Gebet

Traumgleich die schöne / Elfenfrau sage
Lebenshauch / gab sie Seele nicht auch
Drache dein Ende / bittere Wende
kein Glück gefunden / Schicksal ist rauh

Eschen im Wald / die Sterne sind wach
    Rostroter Stein / die Ricken am Bach
    Blute ist auf die uralten Felsen
    geronnen wie ein Gebet
Auf diesem Stein / hast du gegründet
Bergfrieden / das Gemäuer ist grau
Schwäne sie kreisen / mondhellen Nächten
Siebenzahl / wissen  sie ganz genau

    Eschen im Wald / die Sterne sind wach
    Rostroter Stein / die Ricken am Bach
    Blute ist auf die uralten Felsen
    geronnen wie ein Gebet“


Nach dem Verklingen der letzten Zeile des Refrains schaute er vorsichtig in die Gesichter der Runde am Tisch der Baronin.

Im Schankraum waren nach Beginn der Darbietung die Gespräche verstummt und als Daithi geendet hatte - Dyderich hatte seinen Schüler dabei nicht begleitet - klatschte die Baronin in ihre Hände. “Sehr schön, sehr schön. Elfen, Drachen … ist ja fast wie Zuhause”, meinte sie vergnügt.

“Ja, wer hätte das gedacht …”, setzte Algrid hinzu, “... und dabei dachte ich, dass die Nordmärker gar nicht so viel Sinn für derlei Künste haben.”

“Hey!”, protestierte Arika daraufhin. “Was weißt du schon über meine Heimat? Du warst ja nicht einmal noch in der Nähe der Nordmarken.”

“Nein, aber ich kenne ein paar Nordmärker”, reckte die Ritterin ihr Kinn herausfordernd. “Dylgas Mutter zum Beispiel … deine zukünftige Schwiegermutter, oder Praiowine, die Frau meines Schwagers. Und die beiden haben nicht so viel Gespür dafür.” Wer einen Einwand der Zofe darauf erwartete, deren Mutter angesprochen wurde, wurde enttäuscht. Die hübsche junge Frau senkte wieder ihren Blick und begann mit einer Strähne ihrer braunen Haare zu spielen. “Und du ja eigentlich auch nicht, Arika”, setzte Algrid noch eins drauf.

“Pfft. Siehst es ja jetzt selbst”, verfiel die Knappin in ihren bekannten Trotz. “Dass es sowas bei uns auch gibt.”

“So, jetzt beruhigen wir uns wieder”, ging Gwidûhenna dazwischen, als beide Parteien kurz schwiegen um Luft zu holen. “Bitte setzt euch doch”, bot sie die beiden Barden noch einmal die freien Stühle am Tisch an.

Als die beiden der Einladung nachgekommen waren, ließ sich die Baronin nicht entgehen den Schüler weiter zu löchern. “Diese Burg Eurer Vorfahren … Ihr stammt von dort? Liegt sie in Breewald?”

“Nein”, antwortete der Breewalder, froh, dass die alte Weise den Anwesenden gefallen zu haben schien. “Die Hyndanburg liegt praiowärts vom Breewald und gehört zum benachbarten Rittergut Rickenbach. Aber mein Urgroßvater, Hador Adlerkralle, stammt von dort. Er ist dann nach Sewerien ausgewandert und hat die bornländische Linie meiner Familie begründet. Mein Vater ist dann von dort wiederum in die Nordmarken ausgewandert und hat ins Haus Rechklamm im Breewald eingeheiratet. Das ist alles sehr kompliziert, bitte verzeiht.” Daithi ahnte, dass solche langen Tiraden, die Stammbäume erläuterten, die meisten Menschen eher langweilten.

Wenn er mit seinem Vortrag jemanden gelangweilt hatte, dann ließ es sich diejenige nicht anmerken. Stattdessen waren vier Augenpaare auf den Schüler gerichtet als er von seiner Familie erzählte. “Sewerien”, hob Gwidûhenna anerkennend an. “Schon interessant was die Götter für uns alles bereithalten. Das Bornland ist ja schon etwas weit entfernt von den Nordmarken, aber wo die Liebe halt hinfällt, nicht wahr?”

“Hast du denn auch eine Weise aus dem Bornland für uns?”, fragte Algrid begeistert. “Da war ich auch noch nie, aber die sind uns Weidenern schon ganz ähnlich … denke ich.”

Daithi grinste - so dass er seinem Vater in diesem Grinsen alle Ehre gemacht hätte. “Ich kenne nur wenige Lieder aus dem Bornland. So ein Lied, dass unser Vater uns als Kinder manchmal vorgesungen hat.” Dabei grinste er noch mehr bei dieser Erinnerung, denn niemand würde vermuten, dass sein Vater, der Gelehrte Herr, dieses Lied und auch den zugehörigen Tanz hätte darbieten können oder vielmehr wollen. Der Bardenschüler stand auf, stellte den Hocker unter den Tisch und verschaffte sich Raum. Das Grinsen wich nicht aus seinem Gesicht. “Diese Weise der Bronnjaren ist nicht so ruhig wie von vorhin jene aus den Nordmarken…” Und dann nahm er seine Laute und begann zu zupfen, eine recht wilde Melodie. Bei den folgenden Liedversen bewegte er erst sehr langsam seine Beine und warf die Füße nach vorn, dann wurde der Tanz immer schneller und wilder, schließlich ging er dabei sogar in die Hocke. Das war schon eine Herausforderung dabei weiterhin ordentlich die Laute zu zupfen und zu singen…


Fest-uuum
Fremd und geheimnisvoll
Türme aus rotem Gold
Kalt wie das Eis

Fest-uuum

Doch wer dich wirklich kennt
Der weiß, ein Feuer brennt
In dir so heiß

Geflügelte, hey, hey, hey, hebt die Gläser, hey

Natascha, ha, ha, ha, du bist schön, ah, ha
Kamaraden, hey, hey, hey, auf das Leben, hey
Auf dein Wohl, Bruder, hey, Schwester, ho
Hey, hey, hey, hey

Festum, Festum

Wirf die Gläser an die Wand
Bornland ist ein schönes Land
Ho, ho, ho, ho, ho, hey

Festum, Festum

Deine Seele ist so groß
Nachts, da ist Milzenis los
Ha, ha, ha, ha, ha, hey

Festum, Festum

Liebe schmeckt wie Bornstör ja
Mädchen sind zum küssen da
Ho, ho, ho, ho, ho, hey

Festum, Festum

Komm, wir tanzen auf dem Tisch
Bis der Tisch zusammenbricht
Ha, ha, ha, ha, ha

Fest-uuum

Tor zur Vergangenheit
Spiegel der Theaterritterzeit
Rot wir das Blut

Fest-uuum

Wer deine Seele kennt
Der weiß, die Liebe brennt
Heiß wie die Glut

Geflügelte, hey, hey, hey, hebt die Gläser, hey

Natascha, ha, ha, ha, du bist schön, ah, ha
Kamaraden, hey, hey, hey, auf die Liebe, hey
Auf dein Wohl, Mädchen, hey, Bursche ho

Hey, hey, hey, hey

Festum, Festum
Wirf die Gläser an die Wand
Bornland ist ein schönes Land
Ho, ho, ho, ho, ho, hey

Festum, Festum

Deine Seele ist so groß
Nachts, da ist Milzenis los
Ha, ha, ha, ha, ha, hey
Festum – Lala lala lala la, lala lala lala la
Ho, ho, ho, ho, ho, hey

Festum – Lala lala lala la, lala lala lala la

Ha, ha, ha, ha, ha
Oh oh – Oh oh oh oh – Oh oh oh oh
Oh oh oh – Fest-uuum
Hey – Fest-uuum
Hey – Hey, hey, hey, hey

Festum, Festum

Meskinnes trinkt man pur und kalt
das macht hundert Jahre alt
Ho, ho, ho, ho, ho, hey

Festum, Festum

Väterchen dein Glas ist leer
Doch im Keller ist noch mehr
Ha, ha, ha, ha, ha, hey

Geflügelte, hey, hey, hey, hebt die Gläser, hey

Natascha, ha, ha, ha, du bist schön, ah, ha

Kamaraden, hey, hey, hey, auf die Liebe, hey
Auf dein Wohl, Mädchen, hey, Bursche ho
Hey, hey, hey, hey

Festum, Festum

Wirf die Gläser an die Wand
Bornland ist ein schönes Land
Ho, ho, ho, ho, ho, hey

Festum, Festum

Deine Seele ist so groß
Nachts, da ist Milzenis los
Ha, ha, ha, ha, ha, hey

Festum, Festum

Liebe schmeckt wie Bornstör ja
Mädchen sind zum küssen da
Ho, ho, ho, ho, ho, hey

Festum, Festum
Komm, wir tanzen auf dem Tisch
Bis der Tisch zusammenbricht
Ha, ha, ha, ha, ha


…vollkommen außer Atem kehrte er zum Tisch zurück und setzte sich erschöpft an den Tisch und schaute sich nach einem Bier um, denn es dürstete ihn nun sehr…

Schon bald nachdem der Schüler aufzuspielen begann, verstummten abermals die Gespräche im Schankraum. Anders als beim Vortrag davor, fanden sich auf den Gesichtern der Anwesenden nun vor allem zum Lächeln verzogene Mundwinkeln. Schon recht bald danach begannen die Menschen im Takt mitzuklatschen, zu stampfen oder mit ihren Humpen gegen die hölzernen Tischplatten zu klopfen. Die Zeilen versprühten eindeutig gute Laune und vor allem Dyderich nickte beim Anblick seines Schülers anerkennend.

Nachdem er geendet hatte, zeigte das Publikum mit Handgeklapper oder Stampfen auf dem hölzernen Boden.

“Das ruft ja förmlich nach einem Tanz …”, meinte die Baronin begeistert und zog dann ihre Zofe mit auf eine notdürftige Tanzfläche vor der Bühne. Auch Algrid tat es ihr gleich und nahm die Knappin Arika mit sich, die jedoch nur wenig begeistert über ihren Ausflug wirkte.

Dass die vier Adelsdamen, darunter immerhin auch eine Baronin Weidens, mit gutem Beispiel vorangingen, zeigte der Umstand, dass sich immer mehr Paare auf der kleinen Fläche einfanden. Der Barde Dyderich nickte seinem Schüler zu. “Wenn du so weitermachst, wirst du noch ernsthafte Konkurrenz für mich.” Dann lächelte er, schnappte seine Laute und ging hin zu kleinen Holzbühne.

Daithi war kaum wieder zu Atem gekommen und das erhoffte Bier hatte er auch nicht gefunden. Daher seufzte er merklich, als sein Meister die Initiative ergriff und zur Bühne ging. Der Bardenschüler zuckte schicksalergeben mit den Schultern und folgte Dyderich.

“Wir spielen noch einmal das Bornische Lied und dann den Schwarzen Ochsen zu Baliho, in Ordnung?” Dyderich zwinkerte ihm zu: “... zwo … drei …”

Auch beim zweiten Vorbringen des Liedes war die Stimmung feurig wie in einem Hexenkessel. Die Tanzenden drehten sich wild und stampften auf dem Boden. Der Weidener erkannte die Schritte als einem traditionellen Kloppenhauer zugehörig. Ein Tanz, der vor allem unter Bauern sehr beliebt war. Hierbei tanzten die Paare im Kreis verschiedene Figuren zur Musik. Dabei steigert sich die Geschwindigkeit der Melodie immer weiter, oft solange, bis nur noch ein Paar übrigblieb.
Dem folgend stimmten die beiden Künstler ein traditionelles Weidener Trinklied an:


“Im Schwarzen Ochsen zu Baliho,
da trank ein Mann drei Tag.
bis dass er steif wie ein Besenstiel
am Marmortische lag.
 
Im Schwarzen Ochsen zu Baliho,
da sprach der Wirt: "Halt an!
Der trinkt von meinem Gerstensaft
mehr als er zahlen kann."
 
Im Schwarzen Ochsen zu Baliho,
da bracht der Schankmaid Schar
in Keilschrift auf sechs Ziegelstein'
dem Gast die Zeche dar.
 
Im Schwarzen Ochsen zu Baliho,
da sprach der Gast: "Oh ach!
Mein ganzes Geld hab' ich verprasst
in Trallops Norderwacht!"
 
Im Schwarzen Ochsen zu Baliho,
da war's der Stund halb vier,
da warf der Knecht aus Andergast
den Fremden vor die Tür
 
Im Schwarzen Ochsen zu Baliho
wird kein Prophet geehrt,
und wer vergnügt dort leben will,
zahlt bar, was er verzehrt.”


Ehe sich die beiden Barden versahen, fanden sie sich in einer Traube tanzender Menschen. Die ihnen hier entgegen schlagende Lebensfreude zeigte deutlich, dass Rahja den Weidenern lange nicht so fern war, wie es schien, wenn man die rauhen, einfachen und oft ernsten Bewohner der Bärenlande betrachtete.

Mittlerweile war alle Anstrengung vergessen und jegliche Erschöpfung verflogen. Daithi ließ sich mitreißen von der Energie und der Begeisterung der Menschen im Raum und vom Charisma seines Meisters. Der Bardenschüler genoss es, mit dabei sein zu dürfen. Es war ein wunderbarer Abend. Jetzt müsste es nur noch mit der jungen Dame Dylga klappen, dann wäre sein Glück vollkommen.